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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 3. Januar 2014

Digitalisierung der Aktenbestände

PREISWÜRDIGE IDEE: Werner Pfitzner (links) und Sandra Granget (Mitte) vom städtischen Gesamtpersonalrat überreichten Frank Schwenke (2.v.l.) und seinem Team die Urkunde. Foto: Fränkle

PREISWÜRDIGE IDEE: Werner Pfitzner (links) und Sandra Granget (Mitte) vom städtischen Gesamtpersonalrat überreichten Frank Schwenke (2.v.l.) und seinem Team die Urkunde. Foto: Fränkle

 

Projekt Scan-Zentrum unter zehn Nominierten des Personalräte-Preises

Ob in der freien Wirtschaft oder bei Kommunen - Arbeitsplätze und sinnvolle Jobs für Menschen mit Einschränkungen sind knapp. Und sind organisatorische Veränderungen geplant, stehen diese Stellen oft ganz oben auf der Streichliste. Nicht so bei der Stadt Karlsruhe.

Sie hat auf Anregung des Personalrats im März letzten Jahres ein Scan-Zentrum mit sechs Plätzen eingerichtet. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die aus verschiedenen Gründen nicht die volle Leistung bringen können oder sich in der beruflichen Wiedereingliederung befinden, digitalisieren in der Außenstelle des städtischen Liegenschaftsamts am Weinweg Akten.

Das Projekt hat Potenzial. Das sah auch die Fachzeitschrift "Der Personalrat" so, die jährlich gemeinsam mit dem Frankfurter Bund-Verlag und der HUK-Coburg den deutschen Personalräte-Preis ausschreibt.

Preiswürdig sind Initiativen und Projekte von Personalräten, die Arbeitsbedingungen, Umfeld oder soziales Miteinander der Beschäftigten verbessern helfen. Eine Jury aus Gewerkschaften, Wirtschaft und Personalratspraxis nominierte aus bundesweit 53 Einsendungen zehn Beiträge, darunter auch die Karlsruhe Idee. Preisverleihung war im November in Berlin.

Auch wenn es das Projekt nicht mit auf das Siegerpodest geschafft hat, zeige allein die Nominierung, dass Karlsruhe auf einem sehr guten Weg sei, erklärte der Vorsitzende des städtischen Gesamtpersonalrats, Werner Pfitzner, jetzt bei der Übergabe der Urkunde vor Ort an den Leiter des Scan-Zentrums Frank Schwenke und sein Team.

Angesichts der Diskussionen um die Novellierung des Landespersonalvertretungsgesetzes und den damit verbundenen Kosten unterstrich er die Bedeutung des Personalrats und verwies auf manch „sinnvolle Idee" aus dem Gremium - wie etwa der des Scan-Zentrums. Die "Einrichtung ist jedenfalls ein voller Erfolg, darüber waren sich auch die "Feiergäste" aus Liegenschafts- und Personalamt einig - und ausbaufähig. Zum einen ist es ein wichtiger Baustein für stadtweite elektronische Akten- und Postbearbeitung, zum anderen kann es in wirtschaftlicher Hinsicht punkten: Es spart der Verwaltung bares Geld, da die Arbeiten nicht länger extern vergeben werden müssen. -maf-

 
 

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