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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 3. Januar 2014

Fortschreibung des Bäderkonzepts vorerst in trockenen Tüchern

MODERNISIERUNGSKUR FÜR DAS FÄCHERBAD: Die Stadt will das Hallenbad nicht nur sanieren, sondern es zu einem Kombibad mit neuer Saunalandschaft und weiterer Schwimmhalle umbauen. Foto: Fränkle

MODERNISIERUNGSKUR FÜR DAS FÄCHERBAD: Die Stadt will das Hallenbad nicht nur sanieren, sondern es zu einem Kombibad mit neuer Saunalandschaft und weiterer Schwimmhalle umbauen. Foto: Fränkle

DAS ADOLF-EHRMANN-BAD in Neureut muss attraktiver werden. Der Ortschaftsrat überlegt deshalb, ob ein Neubau nicht besser wäre. Foto: Fränkle

DAS ADOLF-EHRMANN-BAD in Neureut muss attraktiver werden. Der Ortschaftsrat überlegt deshalb, ob ein Neubau nicht besser wäre. Foto: Fränkle

 

Gemeinderat: Zukunftsszenarien für Stadtteilbäder / Fünf Millionen für Sanierung

Im Juli hatte der Gemeinderat die zweite Fortschreibung des Bäderkonzepts mit der Weiterentwicklung des Fächerbads zum Kombibad als wesentlicher Neuerung gebilligt. In der jüngsten Sitzung legte die Verwaltung "Zukunftsszenarien" für die Stadtteilbäder in Durlach, Grötzingen und Neureut nach.

Rund fünf Millionen Euro fließen noch bis 2020 mit einstimmiger Billigung des Plenums in die Sanierung sogenannter Nicht-Schwerpunkthallenbäder. Das Durlacher Weiherhofbad erhält barrierefreie Duschen und Sanitäranlagen, Grötzingen Mittel zur Erneuerung von Technik und baulicher Substanz. Und beim Neureuter Adolf-Ehrmann-Bad steht laut Plan unter anderem der Umbau der Sauna auf der Agenda. Der dortige Ortschaftsrat bat allerdings um Prüfung, ob die von 2017 bis 2020 veranschlagten 1,75 Millionen Euro nicht besser in einen Neubau investiert werden sollten.

Ebenfalls beschlossene Sache: Die Stadt trägt das Fächerbad künftig zu 100 Prozent und ein gemeinsamer Bäderausschuss macht sich an die Arbeit. Bislang waren städtische Bäder in städtischen Ausschüssen, Europa- und Fächerbad von deren Aufsichtsräten behandelt worden.

Was vor 13 Jahren gegolten habe, "gilt auch heute noch" bekannte sich Bürgermeister Martin Lenz zu individuellen Profilen der Stadtteilbäder, nachhaltiger Instandhaltung und Begrenzung des Defizits. Was sich nach 2020 wie verändert, hänge von der Modernisierung und den Auswirkungen des Kombi-Fächerbads auf die Bäderlandschaft ab. Zufrieden war Lenz mit der Bäder-Bilanz 2013. Untern Strich tummelten sich 1,1 Millionen Besucherinnen und Besucher im kühlen Nass, das sind mehr Gäste als jemals zuvor.

Es sei richtig, die Stadtteilbäder nicht abzuhängen, lobte CDU-Stadtrat Delef Hofmann die guten Lösungen. Auch vor der Neueröffnung des Fächerbads sei es gut, "das eine oder andere in die Wege zu leiten" und "strategisch in die Zukunft zu denken". Es sei "sinnvoll und zukunftsorientiert" den drei Bädern kleine Attraktionen und einen ordentlichen Betrieb zu ermöglichen, fand Dr. Dorothea Polle-Holl (Grüne). Sie wolle dabei "keinen Stadtteil bevorzugen" und "objektiv vorgehen". Das Ansinnen Neureuts fand SPD-Stadtrat Jürgen Marin richtig, so etwas müsse rechtzeitig geklärt werden. Er lobte die Fortschreibung des Bäderkonzepts ebenso wie FDP-Stadtrat Karlheinz Jooß, der den Verantwortlichen "hervorragende Arbeit" bescheinigte.

KAL-Sprecherin Margot Döring regte an, sich über mögliche Standorte eines neuen Neureuter Schwimmbads Gedanken zu machen. Friedemann Kalmbach (GfK) bezweifelte, dass eine Investition dort richtig sei, nachdem Eggenstein erst kürzlich ein neues Bad bekommen habe. Den ökologischen Aspekt von Stadtteilbädern hob FW-Stadtrat Jürgen Wenzel hervor und verwies auf kurze Wege und deren Bedeutung für den Schulsport. -maf-

 
 

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