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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 10. Januar 2014

Aus Worten wurden Bilder

KRYPTISCHE APHORISMEN aus der Straßenkunst: Jean-Michel Basquiats Arbeit "Six Months" aus dem Jahr 1987. Foto: Galerie

KRYPTISCHE APHORISMEN aus der Straßenkunst: Jean-Michel Basquiats Arbeit "Six Months" aus dem Jahr 1987. Foto: Galerie

 

Bis 23. Februar: Schrift und Zeichen in der Kunst

Es war der Beginn der 1960er Jahre, Hierarchien und Gattungsgrenzen verloren an Bedeutung und in der Bildenden Kunst kam der Schrift eine größere Bedeutung zu. Aus Worten wurden Bilder, die Botschaften der Typografie erschlossen sich über deren Gestaltung.

Der Buchstabe avancierte vom Baumeister des gelesenen und gesprochenen Wortes zum gestalterischen Element, bildete mit Ziffern und Zahlen ein Terzett und tummelte sich als Instrument der Malerei auf Zeichenbögen und Leinwänden. "Typografie kann unter Umständen Kunst sein", merkte der Grafiker Kurt Schwitters 1930 an.

Noch bis zum 23. Februar können Besucher in der Städtischen Galerie die Verquickung von Schrift und Kunst seit 1960 in der Sonderschau "Zeichen. Sprache. Bilder" verfolgen. Insgesamt 90 Werke widmen sich dem Wandel und den Grenzverschiebungen zwischen Bild und Sprache, Visuellem und Verbalem.

Für eine ausführliche Beschäftigung mit dem Rendezvous von Typografie und Bildender Kunst ist ein Begleitkatalog zum Preis von 15 Euro erschienen. Von A wie Ackermann über K wie Klingelhöller bis Z wie Zobernig stellt das Buch Künstler, deren Ideen, Kombinationen und Motivationen für den Einsatz von Wort und Bild vor.

Eine Kombiführung durch die Sonderschau und die Ausstellung im ZKM „Schrift als Bild in Bewegung“ findet am heutigen Freitag, 10. Januar, ab 16 Uhr statt. Am Sonntag, 12. Januar, können sich Besucher wieder einem alleinigen Rundgang in der Galerie ab 15 Uhr anschließen. -Lä-

 
 

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