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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 24. Januar 2014

Gemeinderat: In Freizeit steht Sport ganz oben

IN DIE PEDALE TRETEN: Laut Bürgerumfrage ist Radfahren in Sachen Freizeitsport der Karlsruherinnen und Karlsruher liebstes Kind. Foto: Fränkle

IN DIE PEDALE TRETEN: Laut Bürgerumfrage ist Radfahren in Sachen Freizeitsport der Karlsruherinnen und Karlsruher liebstes Kind. Foto: Fränkle

 

Bürgerumfrage / Karlsruher schätzen Angebote

Im Freizeitverhalten der Karlsruherinnen und Karlsruher haben sportliche Aktivitäten einen hohen Stellenwert. Dies zeigen die Ergebnisse der Bürgerumfrage 2013 zu "Sport, Bewegung, Bäder", die Bürgermeister Wolfram Jäger dem Gemeinderat am Dienstag auf seiner jüngsten Plenarsitzung vorstellte.

Nach der Umfrage des Amts für Stadtentwicklung verbringt die Hälfte der Befragten (50,3 Prozent) ihre  Freizeit außerhalb der eigenen vier Wände oft mit Sport. Dies ist eine deutliche Zunahme gegenüber der Umfrage aus dem Jahr 2000, bei der nur 34 Prozent der Karlsruherinnen und Karlsruher angaben,  häufig Sport zu treiben. Vor allem Erwachsene (85 Prozent) bezeichnen sich als sportlich aktiv, die meisten von ihnen (93 Prozent) sehen sich als Freizeitsportler.

Karlsruhe bewegt sich: Das wichtigste Gerät dabei ist das Fahrrad. 55 Prozent der volljährigen und 61 Prozent der unter 18-jährigen Karlsruherinnen und Karlsruher schwingen sich gerne auf das Velo. Auf den Plätzen zwei und drei folgen bei den Erwachsenen Laufen (31 Prozent) und Spazierengehen (30 Prozent), bei Kindern und Jugendlichen Fußball (32 Prozent) und Schwimmen (30 Prozent). Mit den Angeboten der Fächerstadt in Sachen Sport und Bewegung zeigten sich die Befragten zufrieden (77 Prozent der Erwachsenen, 59 Prozent der Kinder und Jugendlichen).

Auf der einen Seite gewinnt der selbst organisierte Sport bei Erwachsenen  - vor allem durch den Besuch von Fitness- und Bodybuildingstudios - immer mehr an Bedeutung, anderseits steigt aber auch der Zulauf zu den Sportvereinen. Hauptverantwortlich dafür sind die jüngeren Semester: Fast drei Viertel der befragten Kinder und Jugendlichen (74 Prozent) sind Mitglied in einem Sportverein.

Sämtliche Rednerinnen und Redner sahen in der Aussprache am Dienstag die Umfrage als wesentliche Basis der weiteren Entwicklung in Sachen Sportstätten und Angeboten. Das Plenum beauftragte die Verwaltung denn auch einstimmig, die aus „Sport, Bewegung, Bäder“ gewonnenen Erkenntnisse in Sportentwicklungsplanung und Bäderkonzept einzuarbeiten.

Als „besonders erfreulich“ bewertete CDU-Stadtrat Detlef Hofmann in seiner Stellungnahme die Tatsache, „dass ein Drittel der Erwachsenen und drei Viertel der Kinder und Jugendlichen Sport im Verein treiben“. Dies zeige, so Hofmann: „Karlsruhe ist mit seinem Modell der besitzenden Vereine und der Sportförderung durch die Stadt auf dem richtigen Weg“. Es gelte, „das gute Niveau zu halten“ und die Vereine bei ihrer Arbeit zu unterstützen. „Das Sportangebot muss vielfältig sein“, verwies GRÜNE-Stadträtin Dr. Ute Leidig auf einige „Trends“, die aus der Umfrage abzulesen seien. So steige nicht nur die Beliebtheit von Radfahren und Laufen, sondern auch der Wunsch nach „Sport vor Ort im Stadtteil“ oder „Sport im Grünen“.  Als Konsequenz daraus sollte die Stadt „mehr Geld für Wegenetze ausgeben“, die Vereine „ihre Anlagen auch Nichtmitgliedern öffnen“.

Für die SPD-Fraktion sah Stadträtin Ute Müllerschön Karlsruhe „im Sport gut aufgestellt“. Und der habe große Bedeutung „für Gesundheit und soziales Zusammenleben“. Wichtig sei, „die gute Kooperation mit den Vereinen“, so Müllerschön, als „gesunde Grundlage“ weiter auszubauen. Dafür plädierten auch die Stadträte Karlheinz Jooß (FDP) und Jürgen Wenzel (FW). Und GfK-Stadtrat Friedemann Kalmbach forderte, „dem Bedürfnis nach Sport vor Ort“ im Sportentwicklungsplan Rechnung zu tragen. -trö-

 
 

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