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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 24. Januar 2014

Stadtjubiläum 2015: Impressionen des Karlsruher Lebens

FILMSICHTUNG: Dr. Reiner Ziegler, Dr. Volker Steck, Anna Leipe und Anita Bindner (v.l.) bekamen reichlich Material. Foto: Müller-Gmelin

FILMSICHTUNG: Dr. Reiner Ziegler, Dr. Volker Steck, Anna Leipe und Anita Bindner (v.l.) bekamen reichlich Material. Foto: Müller-Gmelin

 

Rund 30 Privatfilme kamen beim Entdeckerfreudentag im Ständehaussaal zusammen

Sie waren mit der Ausbeute im Ständehaussaal zufrieden. Rund 30 Filme brachten Karlsruherinnen und Karlsruher beim Entdeckerfreudentag Dr. Volker Steck vom Stadtarchiv, Dr. Reiner Ziegler, dem Leiter der Landesfilmsammlung sowie Anita Bindner und Anna Leipe vom Haus des Dokumentarfilms.

Stadt und Land wollen zum Jubiläum 2015 einen Städtefilm mit historischen Aufnahmen herausbringen. Und für den suchten sie noch Privatfilme. Mitgebracht hatten die Fachleute des Landes jegliche technische Ausrüstung, um etwa Super-8- und 16-Filme oder Videos zu sichten. Zusammen gekommen sind so etwa Aufnahmen aus den 20er- und 30er Jahren, die das Familienleben bei Spaziergängen im Stadtgarten und Zoo beleuchten.

„Veränderungen der Umgebung oder im Auftreten und Aussehen der Menschen lassen sich vor den immer gleichen Motiven gut dokumentieren", erklärte Steck. Besonders interessant ist für ihn ein fünfminütiger Streifen, der vom Rathausturm aus Zerstörungen nach den Luftangriffen von 1942 und 1944 festhält - vor allem das ausgebrannte Rathaus und die demolierte Stadtkirche. Ebenso Bilder aus dem Lager des Reichsarbeitsdiensts im Gaistal, wo Jugendliche in ihrem sechsmonatigen Pflichtdienst Wege bauten. Aus den 60er Jahren stammen Aufnahmen vom Umbau der Turmbergbahn oder der Ausbildung zum Fernmeldetechniker bei der Post. Rund zehn Jahre später entstanden Bilder von der letzten Bauernfamilie in Neureut, die noch mit Rindern ihre Felder bestellte. Wer noch Filmschätze hat, kann sich an Dr. Volker Steck (Telefon 133-4221) wenden. -cal-

 
 

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