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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 24. Januar 2014

Stadtplanung: Gemeinsames Handeln zum Vorteil aller stärken

Städtebaulicher Rahmenplan für die Höhenstadtteile im Planungsausschuss diskutiert / Mobilität als Rückgrat entwickeln

Den Blick in die Zukunft wollen die Höhenstadtteile gemeinsam werfen. Nach eineinhalbjährigem Beteiligungsprozess diskutierte der Planungsausschuss letzte Woche den vom Büro Sippel ais Stuttgart erarbeiteten städtebaulichen Rahmenplan für Stupferich, Hohenwettersbach, Grünwettersbach und Palmbach sowie Bergwald und Wolfartsweier.

Bevor das weitere Vorgehen festgezurrt wird, werden sich nun die Ortschaftsräte mit den vorgeschlagenen stadtteilübergreifenden Zielen und den auf die jeweiligen Stadtteile zugeschnittenen Maßnahmen befassen. Intention ist, das gemeinsame Verständnis und Handeln für die Höhenstadtteile zum Vorteil aller zu stärken.

Während Wettersbach, Hohenwettersbach und Stupferich eher als Lage „auf der Höhe“ mit gleichem räumlichen Charakter bei nach wie vor wahrnehmbaren dörflichen Wurzeln gesehen werden, hat die nach Rodung entstandene Bergwaldsiedlung als einziger  Stadtteil „on Top“ einen direkten Sichtbezug auf die Rheinebene. Wolfartsweier versteht sich als ÖPNV-Ankommenspunkt und „Basislager“ zu den Höhenstadtteilen. Allen gemeinsam ist, dass sie vielfältige Verflechtungen haben.

Zu den übergeordneten Zielsetzungen gehören Mobilität, Nahversorgung, Kultur und Bildung, positive Rahmenbedingungen speziell für Familien und alte Menschen, Erholungsfunktion und ortsbezogene Identitäten. Als zentrales Element wird  die Mobilität gesehen. Denn die Angebote können nicht im „Gießkannenprinzip“ in allen Stadtteilen vorgehalten werden, sondern sollen für mehrere Stadtteile an einem spezifischen Ort entwickelt werden. Vorschlag ist, ein „ÖPNV-Rundkurs“ mit möglichst direkter Erreichbarkeit der Stadtteile untereinander, besserer Anbindung zum Umland oder auch der Weiterführung der Stadtbahn Richtung Ettlingen. Weitere Stichworte: Radwegeanbindungen, Car-Sharing und Pedelecs-Ladestationen.

Die Analyse zeigt, dass  Lösungsansätze in einer gezielten Innenentwicklung  zu suchen sind. Mit unterschiedlicher Intention sollte sich diese, so die Empfehlungen, beispielsweise in mehreren Höhenstadtteilen Ortsdurchfahrten oder auch der Nahversorgung widmen.

Für den Bergwald heißt es, sich rückzubesinnen auf die aussichtsreiche Hanglage in Kombination mit ruhigen abgeschiedenen Wohnanlagen. In Grünwettersbach gehören zu den identitätsstiftenden Vorschlägen die Umgestaltung der Ortsdurchfahrt „Am Wetterbach“, Freiraumplanung Wetterbach und Sanierungsgebiet im historischen Ortskern. In Palmbach möchte man die historischen Qualitäten der früheren Waldensergemeinde wieder entdecken.

In Hohenwettersbach ist Idee, sich bewusst dem Freiraum als der „guten Stube“ des Stadtteils zuzuwenden. Für Stupferich genannt werden bauliche Innenentwicklung gegebenenfalls sogar über ein Sanierungsgebiet nördlich der Kleinsteinbacher Straße und stärkere fußläufige Vernetzung der Ortslage. In Wolfartsweier geht es unter anderem um den Standort Zündhütle, da dieser Mittler zwischen Wolfartsweier und den übrigen Höhenstadtteilen ist. -rie-

 
 

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