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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 31. Januar 2014

Gemeinderat: Wie geht es weiter?

 

Sozialausschuss sucht nach Lösung für Stromspar-Partner

Der Sozialausschuss berät über die auslaufenden Arbeitsplätze von sieben Beschäftigten aus dem Projekt "Aktion Stromsparpartner". Mit den Stadtwerken, die in ihrer Kundenbetreuung ebenfalls zur Energieeinsparung informieren, sollen inhaltliche Kompetenzen abgesprochen werden. Das schlug OB Dr. Frank Mentrup in der letzen Gemeinderatssitzung zum SPD-Antrag zur Weiterbeschäftigung der Personen bei der Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur (KEK) oder den Stadtwerken vor.

Yvette Melchien (SPD) hatte das 2010 von der KEK, Arbeitsförderungsbetrieben (AFB) und Jobcenter ins Leben gerufene Vorhaben, wie die Verwaltung als "Vorzeigeprojekt" bezeichnet, das "soziale, öko­lo­gische und ökonomische Ziele sehr gut verbindet". 2013 kostete es 157.430 Euro, davon 125.340 Euro Personalkosten.

Beraten wurden 1.700 einkommensschwache Haushalte. Diese sparten jährlich cirka 100 Euro an Energiekosten ein. Das Gleiche gilt für den Kühlschranktausch von 150 Haushalten. Melchien fragte daher: "Können wir es uns leisten, dieses nachhaltige Projekt nicht fortzusetzen, in dem ehemalige Langzeitarbeitslos einer wertvollen Tätigkeit nachgehen?" Mittel aus dem Klimaschutzfonds seien nicht abgerufen worden.

Grundsätzlich stimmte ihr CDU-Fraktionschefin Gabriele Luczak-Schwarz zu. Sie sah keine Konkurrenz zu den Stadtwerken, da es sich um eine andere Klientel handle, fand aber noch keine Lösung. Als "aufsuchende Sozialarbeit, moralische und politische Verpflichtung", bewertete es Michael Borner (GRÜNE), die sieben in reguläre Arbeitsverhältnisse zu übernehmen.

Wie die Verwaltung lehnte das auch Thomas Hock (FDP) ab, da es sich von Anfang an um ein begrenztes Projekt gehandelt habe. Das Problem der Begrenzung solcher sinnvollen Projekte sprach Margot Döring (KAL) an, unterstützt von Jürgen Wenzel (FW). -cal-

 
 

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