Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 31. Januar 2014

Geschichte: Verfolgte und ihr Schicksal

SCHICKSALE: Das Ständehaus zeigt Biografien von Gewerkschaftern. Foto: Fränkle

SCHICKSALE: Das Ständehaus zeigt Biografien von Gewerkschaftern. Foto: Fränkle

 

Ausstellung über Gewerkschafter unter dem NS-Regime

Gewerkschafter unter NS-Regime Insgesamt acht Biografien erzählen im Neuen Ständehaus von Widerstand und Verfolgung von Gewerkschaftern im Nationalsozialismus.

In der Wanderausstellung der Freien Universität Berlin, der Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen/Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten und der Hans-Böckler-Stiftung beleuchten großformatige Schautafeln die Schicksale von Männern und Frauen aus verschiedenen Regionen des damaligen Deutschen Reichs und von unterschiedlicher politischer Herkunft.

Unter ihnen der Bezirksleiter des christlich-sozialen Metallarbeiterverbands, Sozialpolitiker der Deutschen Zentrumspartei und stellvertretende preußische Ministerpräsident Heinrich Hirtensiefer, der 1941 an den Folgen seiner KZ-Haft starb, oder die von den Nationalsozialisten vergaste Gewerkschafterin Mathilde Klose. Die Schau blickt aber auch auf Aktivisten der Arbeiterbewegung wie Rudi Gaguel (KPD) oder die Sozialdemokraten Lothar Erdmann und Walter Schwedemann, die den braunen Terror überlebten und sich beim Wiederaufbau der Gewerkschaften engagierten.

Den lokalen Bezug stellt eine Ergänzung des Stadtarchivs her. Die besteht aus vier Tafeln, die über die beiden Karlsruher Gewerkschafter Gustav Schulenburg und Gustav Kappler informieren. Schulenburg starb 1944 im KZ Dachau, Kappler baute nach 1945 die IG Chemie, Papier, Keramik in Karlsruhe auf.

Die Ausstellung ist bis zum 23. April jeweils dienstags bis freitags von 10 bis 18.30 Uhr zu sehen sowie samstags von 10 bis 14 Uhr.  -trö-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe