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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 31. Januar 2014

Karlsruher Kinderpass: Modell zieht Kreise

KOOPERATION BESIEGELT: Gerhard Fritscher (Weingarten), Dr. Frank Mentrup (Karlsruhe), Sebastian Schrempp (Rheinstetten) und Bürgermeister Martin Lenz bei der Vertragsunterzeichnung (von links).

KOOPERATION BESIEGELT: Gerhard Fritscher (Weingarten), Dr. Frank Mentrup (Karlsruhe), Sebastian Schrempp (Rheinstetten) und Bürgermeister Martin Lenz bei der Vertragsunterzeichnung (von links).

 

Rheinstetten und Weingarten mit im Boot

Exportschlager Karlsruher Kinderpass: Seit knapp einem Jahr hat auch Stutensee das Angebot im Portfolio. Mit Rheinstetten und Weingarten kamen jetzt zwei neue Partner hinzu. Sie erweitern die damals ausgerufene Sozialregion, die im Umfeld Karlsruhes ähnliche soziale Leistungen und Verhältnisse sowie effektive Armutsbekämpfung über kommunale Grenzen hinweg gewährleisten soll.

Ab März steht der Karlsruher Kinderpass Familien mit geringem Einkommen auch in Rheinstetten und Weingarten in vollem Umfang zur Verfügung. Umgekehrt wird er für Karlsruher Nutzerinnen und Nutzer um spezielle Angebote aus der "Nachbarschaft" angereichert. Die entsprechende Kooperationsvereinbarung unterzeichneten Karlsruhes Stadtoberhaupt Dr. Frank Mentrup, sein Kollege Sebastian Schrempp aus Rheinstetten sowie Weingartens stellvertretender Bürgermeister Gerhard Fritscher am Dienstag im Karlsruher Rathaus.

"Für unsere Kinder ist das Beste gerade gut genug. Der Karlsruher Kinderpass versteht sich als Instrument für Teilhabe und Chancengleichheit, Entfaltung und Entwicklung – ungeachtet sozialer Milieus", erklärte Dr. Frank Mentrup. Dass das Modell jetzt weitere Kreise ziehe und "wir es erfolgreich exportieren, macht uns stolz und glücklich. Profiteure sind so oder so die Kinder".

Sebastian Schrempp unterstrich den "Mehrwert der Zusammenarbeit" für seine Stadt und die neuen Möglichkeiten, die sie eröffne. "Alleine" sei so etwas "nicht zu bewerkstelligen". Als Oberzentrum habe Karlsruhe Kultur- und Freizeit-Angebote, "die Weingarten aufgrund seiner Größe nicht bieten kann", benannte auch Gerhard Fritscher die Vorteile.

Stutensees Oberbürgermeister Klaus Demal bereute seine Vorreiterrolle jedenfalls nicht. Die Einführung des Passes sei eine "Erfolgsgeschichte", er werde von Bürgerinnen und Bürgern stark nachgefragt.

Startschuss für den Karlsruher Kinderpass war 2006. Damals nutzten 2.074 Berechtigte die Vergünstigungen, 2013 belief sich deren Zahl schon auf 5.372. Der Kinderpass erlaubt den kostenlosen oder ermäßigten Eintritt in städtische kulturelle Einrichtungen sowie die Nutzung von Bussen und Bahnen. Kinder und Jugendlichen bis 18 Jahre erhalten reduzierte Eintritte in die städtischen Frei- und Hallenbäder, eine kostenlose Bäder-Saisonkarte und einen Ferienbetreuungsgutschein über 40 Euro. Für Passinhaber, die nicht durch das Bildungs- und Teilhabepaket der Bundesregierung unterstützt werden, beinhaltet er zudem Bildungsgutscheine über 120 Euro. -maf-

 
 

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