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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 7. Februar 2014

Die Linke: Zeitgemäß oder zukunftsfähig wohnen?

"Die Linke"-Stadträtin Sabine Zürn

"Die Linke"-Stadträtin Sabine Zürn

 

Stimmen aus dem Gemeinderat

Mehr als 40 Prozent der Karlsruher Bevölkerung lebt in Single-Haushalten. Der Neubau von Miniwohnungen liegt voll im Trend – doch ist das sinnvoll und wünschenswert? Angesichts der ökologischen, sozialen und städtebaulichen Herausforderungen gehen die Vorstellungen vom Wohnen in der Stadt eigentlich in eine andere Richtung: Gemeinschaftsgärten oder -räume sind beliebt, nicht nur Studierende teilen sich begeistert "Cooking Areas" oder Arbeitsräume.

Auch die wenigen "alternativen" Wohnmodelle, die es in Karlsruhe realisiert wurden, verzeichnen hohe Wohnzufriedenheit und starke Nachfrage. Offenbar ist das Single-Wohnen für viele Notlösung. Doch wer sich auf den spannenden Weg zu neuen Wohnformen machen will, sucht in Karlsruhe vergeblich. Die Projekte sind voll, bezahlbare Immobilien nicht vorhanden.

In den Plänen gegen Wohnungsnot macht sich Karlsruhe jetzt auch für gemeinschaftsorientierte Projekte stark. Damit das keine leeren Worte bleiben, muss soziale und ökologische Lebensqualität zum entscheidenden Kriterium bei der Stadtplanung werden. Bis da hin ist es aber noch ein sehr weiter Weg.

Sabine Zürn

Stadträtin Die Linke

 
 

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