Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 7. Februar 2014

Indoor Meeting: Dibaba läuft Weltrekord

WELTJAHRESBESTZEIT ÜBER 60 METER lief Nadine Hildebrand in der Europahalle. Dabei schafft sie noch berufliche Hürden: Die  schnelle Rechtsanwältin ist halbtags in einer Kanzlei berufstätig. Foto: KMK

WELTJAHRESBESTZEIT ÜBER 60 METER lief Nadine Hildebrand in der Europahalle. Dabei schafft sie noch berufliche Hürden: Die schnelle Rechtsanwältin ist halbtags in einer Kanzlei berufstätig. Foto: KMK

 

Athletinnen und Storl bringen Europahalle zum Kochen

Wer die Herren der Lüfte als die Stars des 30. Indoor Meetings am Samstag in der Europahalle erwartet hatte, der lag völlig verkehrt. Die Publikumslieblinge Weltmeister Raphael Holzdeppe und der WM-Dritte Björn Otto mussten verletzungsbedingt den Abend ohne ihr Sportgerät verbringen.

So siegte Malte Mohr locker beim Stabhochsprung mit 5,75 Metern und schaffte damit die Hallen-WM-Norm, doch in den Mittelpunkt des Interesses schoben sich an andere Disziplinen. "Das Publikum hat uns fantastisch unterstützt", lobte Kugelstoßer Ryan Whiting (USA) die Stimmung in der mit 4.500 Zuschauern ausverkauften Europahalle, wenngleich seine 21,03 Meter nur zum zweiten Platz hinter Weltmeister David Storl reichten.

Der Chemnitzer hatte bereits mit dem ersten Stoß auf 21,33 Meter die Siegesweite hingelegt. Für absolute Stimmungshöhepunkte sorgten dann die Frauen in den Laufwettbewerben. So kam Verena Sailer bei ihrer fünften Meeting-Teilnahme zum ersten vielumjubelten Sieg: Zeitgleich mit Chauntae Bayne und Ezinne Okparaebo beendete sie in 7,18 Sekunden den 60-Meter-Lauf. Und Nadine Hildebrand lief sich bei den 60-Meter-Hürden mit einer neuen persönlichen und Weltjahresbestleistung von 7,91 Sekunden in die Herzen der Zuschauer.

Hatten die vier deutschen Siege schon beste Stimmung in die Europahalle gebracht, so sorgte die Äthiopierin Genzebe Dibaba beim 1.500 Meter-Lauf für die absolute Krönung. Vom Start weg legte die 22-jährige Schwester der dreimaligen Langstrecken-Olympiasiegerin Tirunesh Dibaba ein Wahnsinnstempo vor und lief, lautstark unterstützt vom Publikum, dem Feld regelrecht davon.

Fast 13 Sekunden vor der Zweitplatzierten Angelika Chchoka aus Polen ging Dibaba mit der neuen Weltrekordzeit von 3:55,17 Minuten über die Ziellinie. Damit unterbot sie fast drei Sekunden den seit 2006 von der Russin Yelena Soboleva gehaltenen Weltrekord.  

"Wir sind mit dem Indoor Meeting in eine neue Galaxie vorgestoßen. Von der Dramaturgie her war es das Beste", zeigte sich Sportdirektor Alain Blondel mit dem Jubiläumsmeeting ebenso wie das Puklikum rundum zufrieden. -fis-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe