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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 7. Februar 2014

Räumliches Leitbild: Köpfe fürs Stadtgesicht

Vorstellung der drei Teams für die Planungswerkstatt

Welche kreativen Köpfe stecken hinter den drei sperrigen Team-Namen, die bis Juni in der Planungswerkstatt Räumliches Leitbild Ideen fürs künftige Stadtgesicht erarbeiten wollen? Vergangene Woche stellten sich die "Köpfe" im Gartensaal des Schlosses vor, verbunden mit dem Wunsch ans zahlreiche Publikum: "Denken Sie mit, diskutieren Sie mit uns die Ideen."

Sein Büro stehe für einen innovativen Wind, der kräftig durchbläst, ohne Zerstörung zu bringen, meinte Christoph Elsässer (West 8) aus Team 1 mit Verweis auf die Windstärke 8, für die der Büroname stehe. Als "Global Player" wolle er konkrete pragmatische Vorschläge entwickeln, "von der die Region etwas hat". Enkeltauglich - das Planermotto vom Team 1 Partner Markus Frewein (verkehrplus) anstelle "des  abgearbeiteten Begriffs Nachhaltigkeit" gefiel einer Bürgerin, wenngleich ihr der demografische Wandel bei der Schaffung oder Erhaltung von Lebensqualität wichtig war.

Benjamin Wille (Machleidt GmbH) vom Team 2 zieht aus seiner Außensicht und dem "unglaublich wichtigen Dialog mit Ortskundigen" den Reiz, den noch unbekannten Weg zum Karlsruhe von Morgen zu gehen. Er wolle auf großer Ebene im "Gegenstromprinzip große Ideen erarbeiten und im Kleinen exemplarisch schauen, was diese etwa für Straßen, Grün oder Ortskern bedeuten". Sein Team 2 Partner AW Faust (sinai) möchte als völliger Ortsfremder in der Stadt Erlebnispfaden nachgehen. Frage: Wie kann ich mich als Bewohner oder Besucher intuitiv durch die Stadt bewegen.

Innensicht trifft Außensicht

"Innensicht trifft Außensicht" gilt für Team 3. Gefühlt habe er die Stadt schon 1.000 Mal auf dem Schreibtisch gehabt, meinte Klaus Overmeyer (Urban Catalyst Studio), diese Erfahrung wolle er mitnehmen und schauen: "Was, wenn wir neu anfangen würden?" Als "Zwischennutzungs-Typ" bezeichnete sich Team 3 Partner Phillipp Krass (berchtoldkrass): "Wir sind Raumplaner, keine Architekten." Anliegen sei, Räume und Möglichkeiten zu koppeln - lokale Lebenswelten mit gesamtstädtischer Strategie zusammenzubringen.

Ob Stadtnutzer große Achsen brauchen, welche Architekten nach Einschätzung eines Bürgers so lieben, das dürfte ein Aspekt in der weiteren Diskussion sein. Auch, ob Planer-Visionen  an Stadtgrenzen Halt machen.

6. März Zwischenpräsentation

"Die Mannschaftsaufstellung haben wir Ihnen nun vorgestellt", meinte Prof. Markus Neppl vom KIT, das mit dem Stadtplanungsamt die Planungswerkstatt veranstaltet. "Wir wissen heute noch nicht, ob am Ende ein Plan zur Weiterbearbeitung oder eine Synthese aller Arbeiten herauskommt",  ermunterte Bürgermeister Michael Obert, die  Entwürfe zu kommentieren.  Im Spannungsfeld zwischen Umbruch und Kontinuität (Stadtplanungsleiterin Prof. Dr. Anke Karmann-Woessner)  geht es mit der ersten Zwischenpräsentation am Donnerstag, 6. März, 16.30 Uhr, Bürgerzentrum Südstadt, weiter. -rie-

 
 

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