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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 21. Februar 2014

Gemeinderat: Das Projekt KA-WLAN geht im Mai an den Start

INFOS ÜBER KARLSRUHE UND ALLE WELT KOSTENFREI: Auf dem Friedrichsplatz und anderen Plätzen der Innenstadt können sich Nutzer ab Mai ?für umme? in das Internet einloggen. Foto: Fränkle

INFOS ÜBER KARLSRUHE UND ALLE WELT KOSTENFREI: Auf dem Friedrichsplatz und anderen Plätzen der Innenstadt können sich Nutzer ab Mai ?für umme? in das Internet einloggen. Foto: Fränkle

 

Kostenfreier Zugang zum Internet / Hotspots auf ausgewählten Plätzen der Innenstadt / Gemeinderat einstimmig für einjährige Pilotphase

In Karlsruhe gibt es auf ausgewählten Plätzen der Innenstadt bald kostenfreien Zugang zum Internet. Der Gemeinderat beschloss auf seiner jüngsten Plenarsitzung am Dienstag einstimmig, im Mai mit dem Projekt KA-WLAN zu starten. Gleichzeitig bewilligte das Plenum 100.000 Euro für dessen Umsetzung in der ersten Ausbaustufe.

Das KA-WLAN soll zunächst in einer einjährigen Pilotphase laufen. Das Projekt sieht vor, in der ersten Ausbaustufe auf Marktplatz und Friedrichsplatz, auf dem Schlossplatz und im Schlossgarten sowie auf dem Bahnhofsvorplatz kostenlos nutzbares WLAN (das englische Kürzel steht für „drahtloses lokales Netzwerk“) zu installieren. Auf diesen Plätzen können dann Karlsruher und Besucher der Stadt „für umme“ im Internet surfen.

Zusammenarbeit mit Verein INKA und KIT

Wie über die frei zugänglichen Hotspots, die der Verein INKA in der Südstadt seit 2003 betreibt und KA-WLAN als Eigenleistung zur Verfügung stellt. In das Angebot einbezogen werden auch die ebenfalls schon bestehenden Internet-Zugänge des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). Pläne für eine zweite Ausbaustufe sind bereits entwickelt.

Die Initialzündung für das virtuelle Rundumpaket, dessen inhaltliche Steuerung zunächst das Cyberforum und dessen operatives Geschäft INKA übernimmt, hatte die KAL 2012 mit einem Antrag im Gemeinderat gegeben. Und nach einer Expertenrunde unter Leitung von OB Dr. Frank Mentrup im Oktober 2013 war das Projektteam aus INKA und CyberForum mit seinem Konzept des KA-WLAN an die Stadt heran getreten. Dies sieht auch vor, den kostenfreien Zugang nach dem Modell des „Walled Garden“ aufzubauen, das Internetangebote von Projektkonsortium und Kooperationspartnern einbindet.

Zusatzinfosüber Wissenschafts- und Touristenstadt

Damit könne das freie Internetangebot Nutzern „zusätzliche Informationen über die Wissenschafts- und Touristenstadt liefern“, betonte OB Mentrup am Dienstag vor dem Plenum. Perspektivisch sei geplant, KA-WLAN als „Bildungsnetz“ auszubauen. Mentrup: „ein Alleinstellungsmerkmal“. Beanstandungen am späten Einstieg trat Erste Bürgermeisterin Margret Mergen mit dem Hinweis entgegen, dass es zuvor gegolten habe, die Frage des Betreibers zu klären. Denn eine „Störerhaftung“ könne eine Stadt nicht übernehmen.

Ungeachtet seiner Kritik am Zeitverzug freute sich CDU-Stadtrat Sven Maier in der Debatte darauf, sich jetzt bald „einloggen zu können“ und  dankte der KAL für ihren Antrag wie dem WLAN-Projektteam für dessen Arbeit. Auch GRÜNE-Stadtrat Johannes Honné unterstützte den einjährigen Testlauf und betonte, durch das „niederschwellige und datenarme Betreibermodell“ werde die Strahlenbelastung „eher niedriger“.

SPD-Stadtrat Michael Zeh versprach sich vom CyberForum „kompetentes Projektmanagement“ und hoffte darauf, dass sich künftig neben dem KIT weitere Bildungseinrichtungen am Angebot beteiligen. „Erfreulich“, fand FDP-Stadtrat Heinz Golombeck das Projekt, bei dem KAL-Fraktionschef Lüppo Cramer vor allem an die Touristen dachte, „die sich bald kostenfrei ins Internet einklinken können.“ Zustimmung zu WLAN-KA signalisierten auch GfK-Stadtrat Eduardo Mossuto („erfüllt Erwartungen an fortschrittliche Stadt“) und FW-Stadtrat Jürgen Wenzel. -trö-

 
 

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