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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 21. Februar 2014

Gemeinderat: Neue Struktur für mehr Strahlkraft

DIE ERFAHRUNGEN VOM FEST werden künftig in die Karlsruhe Event GmbH einfließen, ebenso die vom Indoor Meeting und weiteren Veranstaltungen. Der Stadtjugendausschuss bleibt Gesellschafter. Foto: Bastian

DIE ERFAHRUNGEN VOM FEST werden künftig in die Karlsruhe Event GmbH einfließen, ebenso die vom Indoor Meeting und weiteren Veranstaltungen. Der Stadtjugendausschuss bleibt Gesellschafter. Foto: Bastian

 

Organisationsänderungen bei KMK, Events, Tourismus und Stadtmarketing

Die Karlsruher Messe- und Kongress GmbH (KMK) soll sich künftig ganz auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können. Der bisherige KMK- Geschäftsbereich Tourismus wird ausgegliedert und in der eigenständigen Karlsruhe Tourismus GmbH weitergeführt. Die "Das Fest" GmbH wird zur Karlsruhe Event GmbH.

Der Stadtjugendausschuss verbleibt dort als nichtkommerzieller Gesellschafter, die Anteile der bisherigen kommerziellen Gesellschafter erwirbt die Stadt.

Mit 28 Ja-, bei 15 Nein-Stimmen und zwei Enthaltungen beschloss der Gemeinderat dies als Zwischenschritt für eine weitergehende Umstrukturierung: Nach Klärung noch offener steuerrechtlicher Fragen sollen die drei Gesellschaften in der zweiten Jahreshälfte im Sinne einer gemeinsamen strategischen Ausrichtung mit der Stadtmarketing GmbH in einer Holding gebündelt werden.

„Es ist für eine Tourismus GmbH leichter, Partnerschaften in der Region für eine bessere Vermarktung einzugehen. Die Erfahrungen vom Fest sollten wir in der Event GmbH nutzen, um mit weiteren großen Veranstaltungen  mehr Aufmerksamkeit im globalen Wettbewerb auf Karlsruhe zu lenken", warb Erste Bürgermeisterin Margret Mergen vor dem Plenum dafür, durch einen enge Zusammenarbeit der Geschäftsfelder und einem gemeinsamen Auftritt nach Außen „mehr Strahlkraft" zu entwickeln".

Während Stadtrat Thorsten Ehlgötz (CDU) die Neugründungen als „großen Wurf" für die neuen Gesellschaften bezeichnete, hielt Stadträtin Dr. Ute Leidig (GRÜNE) lediglich eine Abspaltung des Tourismusbereichs für sinnvoll. Der könne ebenso in ein Amt erfolgen, sah Leidig für die Mehrkosten von 330.000 Euro keinen erkennbaren Mehrwert. „Wenn wir mehr investieren, wollen wir auch mehr verdienen", sprach sich die SPD-Fraktionsvorsitzende Doris Baitinger für die Umorganisation aus. „Unter dem Strich fahren wir sicher besser" signalisierte ebenso Fraktionschef Thomas Hock die Zustimmung der FDP, während KAL-Fraktionsvorsitzender Lüppo Cramer „mehr Kosten und mehr Reibungsverluste" befürchtete,  zu viele offene Fragen und eine  „schlampige Vorbereitung" kritisierte.

Die „GfK enthält sich" beklagte auch Stadtrat Eduardo Mossutu „zu viele offene Fragen". Ebenso Stadtrat Jürgen Wenzel (FW). Stadtrat Niko Fostiropoulos (Die Linke) sah bei der Neuorganisation den Einfluss des Gemeinderats schwinden. Dem widersprach OB Dr. Mentrup: „Es wird lediglich der eingeschlagene Weg modifiziert, um uns besser aufzustellen". Sobald die steuerrechtlichen Fragen geklärt sind, sei zu entschieden, so Mentrup, „ob für alle GmbHs Aufsichtsräte eingerichtet werden“. -fis-

 
 

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