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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 21. Februar 2014

Planungsausschuss: Thema Umfahrung Hagsfeld

ZU VIEL VERKEHR:  Umsetzbare Lösungen für eine Entlastung Hagsfelds werden bereits seit Jahren gesucht.  Foto: Fränkle

ZU VIEL VERKEHR: Umsetzbare Lösungen für eine Entlastung Hagsfelds werden bereits seit Jahren gesucht. Foto: Fränkle

 

Stimmungsbild zu drei Varianten / Heute findet ab 18 Uhr eine Informationsveranstaltung für alle Interessierten statt

Drei Varianten für eine Umfahrung Hagsfeld stellt die Stadt am heutigen Freitag, 21. Februar, ab 18 Uhr der Öffentlichkeit vor (VT Hagsfeld, Schäferstraße 26). Letzte Woche hatte sich der Planungsausschuss unter Vorsitz von Bürgermeister Michael Obert mit den von der Verwaltung geprüften Trassen befasst.

Unstrittig ist, dass Hagsfeld vom Verkehr entlastet werden muss. Jedoch wurden vom Regierungspräsidium 2012 die Chancen auf eine Bezuschussung der eingereichten Planung für eine rund einen Kilometer lange zweistreifige Südumfahrung Hagsfeld in absehbarer Zeit für gering eingeschätzt. Dabei stellen die hohen Kosten von 80 Millionen Euro eine hohe Umsetzungshürde dar.

Die Kosten für die erste Ausbaustufe zwischen Elfmorgenbruch- und Haid-und-Neu-Straße sind insbesondere auf die Option des Endausbaus als vierstreifige Trasse bis zur Theodor-Heuss-Allee zurückzuführen. Diese sieht eine Unterquerung der DB-Gleise sowie der Haid-und-Neu-Straße vor. Dies erfordert eine 840 Meter lange kostenintensive Grundwasserwanne. Der Gemeinderat hatte daher die Verwaltung bei den Beratungen zum Haushalt 2013/2014 beauftragt, auch andere Varianten zu untersuchen.

Bei Variante 1 geht es um die bekannte Südumfahrung.  Variante 2 wird die mit 35 Millionen Euro Baukosten kalkulierte zweistreifige Südumfahrung mit ebenerdigem Anschluss an die Haid-und-Neu-Straße ohne vierstreifige Ausbauoption bis zur Theodor-Heuss-Allee genannt. Für beide liegen Machbarkeitsstudien vor. Die knapp zwei Kilometer lange Nordumfahrung Hagsfeld  ist Variante 3 (erste grobe Schätzung: rund 27 Millionen Euro). Alle drei Varianten würden Hagsfeld um 2.000 und 5.000 Fahrzeuge täglich entlasten, wobei Variante 1 über die Ausbauoption großräumiger ins Verkehrsnetz eingebunden werden kann.

Ein Aspekt für eine Abwägung ist neben den Baukosten die Zeitschiene. Diese hängt von der aktuellen Planungstiefe, vom vorhandenen (Variante 1) oder anzupassenden bzw. neu zu schaffenden Baurecht (Variante 2 und 3), von der Verfügbarkeit der Grundstücke sowie Naturschutzbelangen und Finanzierung ab.  Die Planungszeiten bewegen sich Minimum zwischen zwei Jahre (Variante 2) und sieben Jahre (Variante 3). Ökologische Kriterien schlagen vor allem bei Variante 3 negativ zu Buche, denn diese greift in FFH- und Landschaftsschutzgebiet ein.

Im Planungsausschuss hinterfragt wurde vor allem der Lärmschutz für Rintheim bei Variante 2. Anliegen war daher auch, ein Stimmungsbild aus beiden Stadtteilen zu erhalten. Bei der heutigen Infoveranstaltung sollten sich daher neben Hagsfeldern ausdrücklich auch Rintheimer angesprochen fühlen. Im nächsten Schritt soll ein gemeinderätliches Gremium über das weitere Vorgehen beschließen. -rie-

 
 

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