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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 28. Februar 2014

Geschichte: In Sachsen, Hessen, Baden und anderswo

Buch über Länderbildungen seit 200 Jahren vorgestellt

Die Gründung des Landes Baden-Württemberg mit einer rechtlich umstrittenen Volksabstimmung im Jahr 1952 war die einzige Länderneugliederung nach Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland. Das 60. Jubiläum 2012 hatte die Kommission für geschichtliche Landeskunde zum Anlass für ein Symposium über Neugliederungen im föderalen Deutschland seit dem 19. Jahrhundert genommen.

Jetzt sind die Vorträge, die seinerzeit gehalten wurden, in Buchform erschienen. Dr. Ernst Otto Bräunche, Leiter des Stadtarchivs und Mitglied der Kommission, hat das Buch vorige Woche im Ständehaussaal vorgestellt.

Das Werk umfasst gut 300 Seiten und gibt einen Überblick über die Neugestaltung der Länder seit den napoleonischen Kriegen zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Der Franzosenkaiser war unter anderem Triebfeder bei der Errichtung der Königreiche Bayern und Württemberg sowie des Großherzogtums Baden.

Aber auch in Preußen und Sachsen hat er Grenzen neu gezogen. Preußen wuchs allerdings auch in den 1860er Jahren. Ebenso gab es nach dem Zweiten Weltkrieg und vor der Gründung der Bundesrepublik und der DDR Länderneubildungen wie etwa Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Hessen oder Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt.

In zwölf Einzelbeiträgen gehen die Autoren den seit 1813 erfolgten Zusammenschlüssen und Neubildungen nach. 20 Abbildungen und 43 Karten ergänzen den Band, der beim Stuttgarter Kohlhammer-Verlag erschienen ist und zum Preis von 38 Euro im Buchhandel zu bekommen ist. -erg-

 
 

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