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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 28. Februar 2014

GRÜNE-Fraktion: Flüchtlinge willkommen

RUNDGANG MIT DREI STATIONEN: Die GRÜNE-Fraktion informierte sich über neueste Entwicklungen in Mühlburg. Foto: Fränkle

RUNDGANG MIT DREI STATIONEN: Die GRÜNE-Fraktion informierte sich über neueste Entwicklungen in Mühlburg. Foto: Fränkle

 

Stadtteil-Tour in Mühlburg

Der Gehradius war klein, die Themenvielfalt groß. Über zwei Stunden verschaffte sich die GRÜNE-Gemeinderatsfraktion am Dienstag, 27. Februar, bei ihrem Rundgang in Mühlburg einen Überblick über aktuelle Entwicklungen. Auf der Agenda standen Angebote für Flüchtlinge, der Neubau für Bürgerzentrum und Stadtbibliothek sowie die Umgestaltung des Verkehrsraums am Entenfang.

Seit Mitte letzten Jahres kommen im Griesbachhaus, einer Außenstelle der Karlsruher Landeserstaufnahmeeinrichtung (LEA), vorwiegend syrische Flüchtlinge unter. Übergangsweise. Denn nach sechs bis acht Wochen werden sie auf Kommunen im Umland verteilt.

Auch wenn die Menschen Karlsruhe wieder rasch verlassen, sind sie nicht auf sich alleine gestellt, sollen sich nicht abgewiesen fühlen. Dafür sorgt das Mühlberger Flüchtlingsnetzwerk, ein loser Zusammenschluss engagierter Bürgerinnen und Bürger. „Jeder bringt mit, was er kann“ erklärte Marie-Christine Junker. Ehemalige Lehrerinnen geben so gut es unter diesen Umständen geht Deutschunterricht, andere organisieren aus Spenden einen Kleiderbasar. Auch eine Teestube gehört dazu. Die wöchentliche Runde sei eine Art „Umschlagplatz für alles“, sagte die im Netzwerk ebenfalls engagierte frühere Stadträtin Christa Caspari, die den Neuankömmlingen zur Seite steht und stets „mit einem eng beschriebenen Notizzettel“ nachhause kommt. Dringend gebraucht würden vor allem ehrenamtliche Arabisch-Dolmetscher. GRÜNE-Fraktionssprecherin Bettina Lisbach lobte das bürgerschaftlich getragene Modell gelebter Willkommenskultur in Mühlburg als „vorbildhaft“ für weitere Stadtteile

 Die Mühlburger haben sich nach anfänglichen Irritationen an die fremden Nachbarn im ehemaligen Altenheim gewöhnt. Beschwerden gibt es laut Bürgervereinsvorsitzendem Massimo Ferrini keine mehr. Fußläufig zur Bahn am Entenfang planen Stadt und Volkswohnung in der Weinbrennerstraße 67 einen eingeschossigen Neubau, der voraussichtlich Ende 2015 Bürgerzentrum und Stadtteilbibliothek beherbergen soll. Beide Partner profitierten und seien „in freudiger Erwartung“, erfuhren die Grünen. Die Fläche verdopple sich, das gemeinsame Foyer sei ein belebender Faktor. -maf-

 
 

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