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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 28. Februar 2014

SPD-Fraktion: "Turbulente" Zeiten

DIE GEMEINSCHAFTSSCHULE in Grötzingen und ihre bauliche Situation war auch Ziel einer Ortsbegehung der SPD-Fraktion.      Foto: Fränkle

DIE GEMEINSCHAFTSSCHULE in Grötzingen und ihre bauliche Situation war auch Ziel einer Ortsbegehung der SPD-Fraktion. Foto: Fränkle

 

Ortsbegehung in Grötzingen

Seit rund eineinhalb Jahren ist die von der Grund- und Hauptschule zur Gemeinschaftsschule (GMS) umgewandelte Augustenburg Schule in Grötzingen mit neuem pädagogischem Lehrauftrag in Betrieb. Da ein Schulanbau vergangenes Jahr wegen Asbest geschlossen wurde, finden Teile des Unterrichts in Containern statt. Kürzlich trafen sich Mitglieder der SPD-Fraktion zu einem Ortsrundgang in Grötzingen und machten sich dabei auch ein Bild von den derzeit erschwerten Bedingungen des Lehrbetriebs.

Auf die Frage, wie die letzten 18 Monate an der Schule verlaufen seien, meinte Rektorin Yvonne Seiler: „Sehr turbulent.“ Man habe zwar die ersten baulichen Hürden mit Hilfe und Einsicht einer engagierten Elternschaft gemeistert, sehe jedoch mit Besorgnis in die Zukunft. Ortsvorsteher Thomas Tritsch fasste die schulische Situation so zusammen: „Den ohnehin arbeitsintensiven Wechsel zur Gemeinschaftsschule auf einer Baustelle zu absolvieren, ist ein Kraftakt und erfordert Pionierarbeit.“

Bei einem Rundgang durch Klassenzimmer und Arbeitsräume wurde die Rektorin nicht müde, den Kommunalpolitikern das wichtige Zusammenspiel von Platz und  pädagogischem Auftrag zu erläutern. Der Anspruch einer individuellen Lernverarbeitung sei ganz eng an ein abgestimmtes, kooperierendes Raumprogramm gekoppelt. Genau da liege aber der Hase im Pfeffer. Was geschieht wann und wo, wenn die nächste bereits absehbare Containerflut auf die Schule zurollt und erneut Improvisationen verlangt?

Bange Nachfragen auch aus der Elternschaft: Eine Mutter lobte die GMS als „die richtige“ Einrichtung für ihr behindertes Kind, das bisher Außenseiter, nun beim differenzierenden Konzept der GMS  jedoch im Klassenverband integriert sei. Bessere Entwicklungschancen brauchen aber eine offene Lernlandschaft. Lehrer, Eltern und Schüler wüssten derzeit nicht, wo nächstes Jahr der Unterricht stattfinde.

SPD-Fraktionschefin Doris Baitinger pochte darauf, ausreichend Schulraum für kommende Jahre anzubieten. Es müssten Voraussetzungen geschaffen werden, auch in der Bauphase das komplette schulische Konzept zu realisieren. Mehr Transparenz zu den nächsten Schritten auf der „Zwischenlösung“ Baustelle, versprach Bürgermeister Martin Lenz. -Lä-

 
 

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