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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 28. Februar 2014

Umwelt: Kuscheln statt Gas

KUSCHELN STATT GASWÄRME: Bürgermeister Klaus Stapf (3.v.r.) hat fünf Gastronomiebetrieben je zehn Fleecedecken geschenkt, weil sie ihre klimaschädlichen Heizpilze abgeschafft haben. Foto: Fränkle

KUSCHELN STATT GASWÄRME: Bürgermeister Klaus Stapf (3.v.r.) hat fünf Gastronomiebetrieben je zehn Fleecedecken geschenkt, weil sie ihre klimaschädlichen Heizpilze abgeschafft haben. Foto: Fränkle

 

Fleecedecken statt Heizpilzen helfen beim Klimaschutz

Baustellen gucken ohne zu frieren. Cappuccino vor dem Café genießen und Leute beobachten, ohne zu frösteln. Dem Glimmstängel frönen ohne Erkältungsgefahr. In diesem Winter, der sich zumeist als vorgezogener Frühling gibt, ist dies kein besonders großes Problem. Gäste können sich auch ohne Kälteschock im Außenbereich der in Karlsruhe vielfältig vorhandenen Gastronomie aufhalten. Aber was tun, wenn es vielleicht doch noch kalt wird? Und der nächste Winter kommt bestimmt.

Für viele Gastronomen war es - spätestens nach dem Rauchverbot in den Lokalen - ein probates Mittel, Heizpilze aufzustellen. Zumeist betrieben mit Gas aus Popangasflaschen, manche auch elektrisch. Aber egal, welche Energie angewendet wird, die Pilze stoßen jede Menge CO2 aus und helfen somit, das Klima zu schädigen. Wenn ein Propan-Pilz vier Monate durchläuft, haben Untersuchungen ergeben, stößt er mit vier Tonnen soviel Klimagas aus wie ein Kleinwagen, der rund 20.000 Kilometer hinter sich bringt. Bei einem Elektropilz ist es immerhin noch eine Tonne.

Das Amt für Umwelt- und Arbeitsschutz hat sich überlegt, wie es hier gegensteuern könnte und hat einen Wettbewerb ausgeschrieben: Die ersten fünf Lokale mit Außenbewirtschaftung, die ihre Pilze abschaffen, bekommen je zehn Fleecedecken mit dem Logo der Karlsruher Klimaschutzkampagne.

Auf dem Beobachtungsdecke für die Bauarbeiten zur Kombilösung am Marktplatz hat Bürgermeister Klaus Stapf vorige Woche 50 Decken verteilt. Nutznießer sind die „Marktlücke“ am Marktplatz, das Café „Palaver“ in der Steinstraße, das „Gutenberg“ am Gutenbergplatz, das „Stövchen“ in der Waldstraße und das „Oxford Café“ in der östlichen Kaiserstraße.

Wirten, die auf den Geschmack gekommen sind und ihren Gästen auch klimafreundliches Kuscheliges anbieten wollen, vermittelt das Amt Umwelt- und Arbeitsschutz Kontakte. Eigene Bestände hat es keine mehr. -erg-

 
 

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