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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 7. März 2014

Geschichte: Unerschöpfliche Energie

MELITTA SCHÖPF vertrat ihre Überzeugungen. Foto: Stadtarchiv

MELITTA SCHÖPF vertrat ihre Überzeugungen. Foto: Stadtarchiv

 

Die FDP-Stadträtin Melitta Schöpf starb vor 25 Jahren

Als aufrechte Kämpferin für das politische Engagement von und für Frauen, Lösung sozialer Probleme und Erhalt von Baudenkmälern ist Melitta Schöpf in Erinnerung geblieben. Die FDP-Stadträtin starb vor 25 Jahren - am 26. Februar - im Alter von 88 Jahren.

In seiner Trauerrede würdigte sie der damalige OB Prof. Dr. Gerhard Seiler als „vornehme Streiterin", die geradeheraus gesagt habe, was sie meinte, „ohne Effekthascherei, ohne Hinterlist".  In der Tradition Marie Elisabeth Lüders und  Luise Rieggers zählte die  am 27. Januar 1901 im nordbadischen Mosbach Geborene und in der Karlsruher Weststadt Aufgewachsene  zu den großen kommunalpolitischen Persönlichkeiten.

Dem Gemeinderat hatte die Nachfahrin badischer 1848er-Revolutionäre von 1956 bis 1975 angehört. Sie engagierte sich in zahlreichen Gremien wie dem Beirat für die Gymnasien, dem Krankenhaus-, Jugendwohlfahrts- und Stipendienausschuss. So waren ihr Ganztagschulen ein Anliegen, um auch Kindern aus sozial schwächeren Schichten Chancengleichheit zu bieten. Außerdem setzte sie sich  für die die optimale Versorgung Kranker im Klinikum ein und kämpfte  für den Erhalt der Gynäkologie sowie des Christoph-Theodor-Fischer-Hauses Ecke Herren- und Ständehausstraße. Nicht erreichen konnte sie dagegen den Wiederaufbau des Ständehauses.

Aktiv war sie zudem im Vorstand des DRK-Kreisverbands, im Deutschen Evangelischen Frauenbund, im Verband geistig behinderter und körpergeschädigter Kinder oder im Ältestenkreis der Christuskirchengemeinde Nord. Lebenslang begleitete sie die Gleichberechtigung von Mann und Frau. Melitta Schöpf wurde an ihrem 65. Geburtstag mit dem Bundesverdienstkreuz Erster Klasse ausgezeichnet.  . -cal-

 
 

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