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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 7. März 2014

Interkulturelles Lesen: Alle Sprachen sind wertvoll

MULTIKULTI IM MONELLI: Für ihr ehrenamtliches Engagement überreichte Bürgermeister Wolfram Jäger den Lesepatinnen vor kurzem bei der Abschlussfeier des Projekts städtische Zertifikate. Foto: Fränkle

MULTIKULTI IM MONELLI: Für ihr ehrenamtliches Engagement überreichte Bürgermeister Wolfram Jäger den Lesepatinnen vor kurzem bei der Abschlussfeier des Projekts städtische Zertifikate. Foto: Fränkle

 

Projekt an Kita "Monelli"

Kinder lieben „Frère Jacques“. Die Melodie des vierstimmigen Kanons ist einprägsam, der Text um den schlafenden Bruder Jakob einfach. Und es gibt in ihn in vielen Sprachen. Das demonstrierten die Mädchen und Jungen der Kita „Monelli“ eindrücklich. Sogar auf Japanisch trug ein Junge das Lied vor.

Aber das verwundert nicht weiter, handelt es sich bei der von der AWO getragenen Einrichtung in der Schillerstraße 41 doch um eine multikulturelle Tagesstätte. Eingebettet war der Auftritt der Kinderschar am vergangen Freitag, 28. Febraur, in die Abschlussfeier des Projekts „Zweisprachiges Vorlesen". Mehrere Monate lang hatten drei Migrantinnen und drei deutsche Lesepatinnen in Tandems den Kindern aus bilingualen Büchern auf Deutsch, Französisch, Russisch und Türkisch vorgelesen.

Eine Aktion, die „allen Spaß gemacht hat“, versicherte Kita-Leiterin Alexandra Effern. Und die alle gerne fortsetzen würden. Zwei Freiwillige gebe es schon, hoffte Effern auf weitere Unterstützung lesefreudiger Mitstreiterinnen und Mitstreiter. Vorbilder der ersten Runde waren Pauline Nikolai, Brita Rohrbeck, Ludmila But und Suzanne Winter, Touba Sahin und Iréne Wühl, die als Dank für ihr Engagement von der Stadt Zertifikate bekamen. Bilinguales Vorlesen mache Kinder auf die Vielfalt von Sprachen neugierig, betonte Bürgermeister Wolfram Jäger, ihnen werde signalisiert, dass „alle Sprachen wertvoll sind“.

Karlsruhe ist einer von 25 Modellstandorten der „Aktion zusammen wachsen". Initiiert hat sie das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Kooperation mit der Bundesbeauftragten für Migration, Flüchtlinge und Integration. Seit 2008 unterstützt das Bundesministerium bürgerschaftliches Engagement für junge Menschen mit Zuwanderungshintergrund und regt die Gründung neuer Projekte an, die Sprach- und Lesekompetenz fördern, die jungen Menschen auf ihrem Bildungsweg begleiten und beim Übergang in Ausbildung und Beruf stärken.-maf-

 
 

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