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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 7. März 2014

Wirtschaft: Handwerk weiter mit goldenem Boden

VIEL ZU TUN:  2013 hatten Betriebe im Baugewerbe- und Ausbauhandwerk im Schnitt ein Auftragspolster von über acht Wochen. Foto Fränkle

VIEL ZU TUN: 2013 hatten Betriebe im Baugewerbe- und Ausbauhandwerk im Schnitt ein Auftragspolster von über acht Wochen. Foto Fränkle

 

Gut gefüllte Auftragsbücher sorgen für anhaltenden Optimismus bei den Betrieben

Der Winter, der keiner war sorgte dafür, dass im Handwerk die allgemein gute Geschäftslage des letzten Jahres ohne saisonbedingten Rückgang weiter anhält. „Die knapp 19.000 Mitgliedsbetriebe der Handwerkskammer Karlsruhe können im Großen und Ganzen auf ein wirtschaftlich erfolgreiches Jahr 2013 zurückblicken", erklärte Präsident Joachim Wohlfeil bei der Jahrespressekonferenz der Kammer in der letzten Woche.

Lediglich im zweiten Quartal schien sich die Lage etwas einzutrüben, danach berichteten die Unternehmen, wie nun schon seit dem dritten Quartal 2010, durchweg von guten oder zufriedenstellenden Geschäften. Für das laufende Jahr rechnen 57,9 Prozent aller Betriebe mit einer guten Geschäftslage, 37,3 Prozent gehen davon aus, dass die Geschäfte zufriedenstellend laufen, nur 4,8 Prozent befürchten einen Rückgang.

Insgesamt gibt es im Kammerbezirk 18.986 Betriebe und damit 261 mehr als im Vorjahr. Allein im Stadtgebiet Karlsruhe sind 28 Betriebe hinzugekommen, sodass hier derzeit insgesamt 3.303 Handwerksbetriebe ansässig sind. "Mehr Betriebe bedeutet aber nicht immer mehr Beschäftigte", weist  Hauptgeschäftsführer Gerd Lutz darauf hin, dass auch gelockerte Bestimmungen für die Zulassung von Handwerksbetrieben, etwa beim Fliesenlegen oder Gebäudereinigen, sich auch in den Betriebszahlen niederschlägt, weil es vielfach Einmannbetriebe sind. Damit sinke das Qualifikationsniveau und Ausbildungsplätze fallen weg.

Insgesamt wurden im Kammerbezirk im letzten Jahr 2.538 neue Lehrverträge abgeschlossen, 42 weniger als im Vorjahr. Trotzdem konnten nicht alle gemeldeten Lehrstellen konnten besetzt werden, mindestens 34 blieben frei: „Tendenz nach oben, denn nicht alle Betriebe mel ihre freie Lehrstellen der Kammer“, weist Präsident Wohlfeil auf die Karrierechancen im Handwerk hin. So sei der Anteil der Abiturienten bei den Berufsanfängern im Handwerk auf 9,8 Prozent in den letzten Jahren kontinuierlich angestiegen sei.

Die Handwerkskammer nehme insbesondere das Thema Berufsorientierung sehr ernst mit Werkstattcamps, Praktikumszeiten in den Betrieben, Ausbildungsbotschafter und regionalen Ausbildungsberatern. Auch grenzüberschreitende Ausbildung gewinne immer mehr an Bedeutung, so beteiligt sich die Handwerkskammer Karlsruhe allein im ersten Quartal des laufenden Jahres an fünf Ausbildungsmessen im Elsass. -fis-

 
 

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