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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 14. März 2014

Kultur: Kunst als große Inszenierung

KUNST DER VERFÜHRUNG: Aus Silikon formt die Berliner Künstlerin Anke Eilergerhard  tortenähnliche, knallbunte Skulpturen, deren Rundungen und zuckergussartigen Oberflächen betören. Foto: Fränkle

KUNST DER VERFÜHRUNG: Aus Silikon formt die Berliner Künstlerin Anke Eilergerhard tortenähnliche, knallbunte Skulpturen, deren Rundungen und zuckergussartigen Oberflächen betören. Foto: Fränkle

 

Branche trifft sich bei der art Karlsruhe / Sonderschau Sammlung Nannen

Überall Kunst. Überall Entdeckungen. In den Galerien und Museen der Stadt, vor allem aber bei der elften Ausgabe der art Karlsruhe, die am Mittwoch mit einer Laudatio von ZKM-Vorstand Peter Weibel eröffnet wurde und noch bis Sonntag in vier thematisch gegliederten Messehallen Anziehungspunkt für Künstler, Aussteller, Sammler, Kritiker sowie kunstinteressiertes Publikum ist.

Als Kooperationspartner der Bühnenbildnerin und Künstlerin rosalie realisiert das ZKM deren riesige Lichtskulpturen in der Eingangshalle und in der dm-arena der Messe Karlsruhe.

Die Voraussetzungen für Besucherzuwächse sind bestens. 220 Galerien aus 13 Ländern (darunter 38 Neuzugänge) mit 160 One-Artist-Shows laden zum Kunstgenuss ein und präsentieren Gemälde, Grafiken und Fotografien der Klassischen Moderne und Gegenwartskunst. 21 Skulpturenplätze beleben die Kojenlandschaft und schaffen Ruhezonen. Die künstlerische Bandbreite reicht von Expressionismus und Neuer Sachlichkeit über informelle Kunst, konkrete Positionen und Pop Art bis zu neoexpressiver Malerei und jüngster „Contemporary Art“.

Sonderausstellungen gehören traditionell dazu. Auf 400 Quadratmetern erstreckt sich die Sammlung des Kunstmäzens und "Stern"-Gründers Henri Nannen aus der Kunsthalle Emden. Höhepunkte im Begleitprogramm sind die Verleihung des Hans Platschek-Preises für Kunst und Schrift sowie die Kür des besten Messeauftritts mit dem art-Karlsruhe-Preis von Stadt und Land. Um "Malerei – mehr als ein immer wiederkehrender Trend" kreist das Artima art meeting, bei dem der Kunstjournalist Carl Friedrich Schröer sechs Einzelgespräche führt. In der zweiten Runde kommen am heutigen Freitag ab 14 Uhr in der Aktionshalle der Sammler Paul Maenz, der künstlerische Leiter der documenta 12 und des Johann Jacobs Museums Zürich, Roger M. Buergel sowie Franz Ackermann, Künstler und Professor für Malerei an der Kunstakademie Karlsruhe, zu Wort.

Die art läuft. Und Kurator und Projektleiter Ewald Karl Schrade will erneut den Anspruch einlösen, „einen Rahmen zu gestalten, in dem sich alle Beteiligten wohlfühlen“. Ein Kraftakt. Aber: „Im Zentrum unserer Arbeit steht die Kunst selbst. Sie versprüht jene Energie, die es lohnenswert macht, die art Karlsruhe Jahr für Jahr neu zu inszenieren.“ Geöffnet ist die Kunstmesse täglich von 12 bis 20 Uhr, am Sonntag von 11 bis 19 Uhr. -maf-

 
 

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