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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 14. März 2014

Räumliches Leitbild: Alb aus dem Verkehrsschatten schälen

AN DREI PLANUNGSSTATIONEN konnte das Publikum  mit den Teams in Gespräch zu kommen.  Am Tisch von Team berchtoldkrass konnten die Besucher sich spielerisch dem Thema Planung nähern. Bild: Stadtplanungsamt Karlsruhe

AN DREI PLANUNGSSTATIONEN konnte das Publikum mit den Teams in Gespräch zu kommen. Am Tisch von Team berchtoldkrass konnten die Besucher sich spielerisch dem Thema Planung nähern. Bild: Stadtplanungsamt Karlsruhe

 

Erste Zwischenpräsentation der Planungswerkstatt / Workshop-Diskussion zwischen Multimodalität und städtischer Übergang in Freiraum

Wie kann Karlsruhe mit seinen „extrem funktionalen Straßenräumen" im Süden den perfekten Übergang von der Stadt zur Landschaft hinlegen (Team West 8)? Wie kommt die Alb aus dem "Problemschatten Südtangente" heraus für eine fruchtbare Liaison mit einer "neuen" Stadtstraße (Team Machleidt)? Und ist die Stadt nach Baumgarten- oder Dammerstocksiedlung reif für den Bau eines weiteren Idealquartiers (Team berchtoldkrass)?

Erfrischend unkonventionell stellten die drei Planerteams letzte Woche vor vollem Haus im Bürgerzentrum der Südstadt erste Überlegungen zum räumlichen Leitbild vor. Bereit für einen inspirierenden Dialog in einem Denkraum - momentan noch - ohne Beweispflicht. In der ersten Zwischenpräsentation der Planungswerkstatt „Räumliches Leitbild Karlsruhe 2015“ sei die, so Bürgermeister Michael Obert, „großmaßstäbliche Betrachtung“ gefragt, die erst in weiteren Schritten einem ausgewogenen Leitbild Stand halten muss.

Bei allen Teams im Fokus war die Trasse, die einmal für die Nordtangente vorgesehen war. Nicht, um, wie eine Bürgerin fürchtete, die Nordtangentendiskussion „völlig un­nötig“ aufleben zu lassen. Sondern weil sie für Entwicklungspotentiale steht: Sie müsse bewusst gestaltet werden (berchtoldkrass), könne Radschnellachse zur Verknüpfung der Systeme für die „Hauptstadt der Multimodalität“ sein (West 8) oder Freiraumverbindung bis zum Rhein mit Wohnen und Arbeiten (Machleidt).

Zudem stachen die von einem Verkehrsgeflecht „begleitete“ Alb und die südwestlich anschließenden Stadtteile im Übergang zur freien Landschaft  den Teams ins Auge - ausbaufähig für die Stadt von morgen lautete hier die Einschätzung. 

In den Workshops nahm das Team berchtoldkrass über drei Spiele ein Stimmungsbild mit. Am „Casino-Tisch“ konnten Teilnehmer etwa mit Spielsteinen Verdichtungs-Orte für Karlsruhe aufs Spielbrett stapeln. Veränderungswunsch bestand für „die Südbanane“, den  Transitraum mit Südtangente, Gleistrasse, Gewerbe und Naturraum Alb sowie den Hafen.

Wie die Südtangente für eine zukunftsfähige Mobilität verträglicher gestalten, war neben der Umgestaltung des öffentlichen Raums - mehr Bäume, den PKW-Verkehr aus der Innenstadt nehmen - Aspekte im Gespräch mit dem Team West 8. Beim Team Machleidt bestimmte der Grünraum die Diskussion. Der Machleidt-Gedanke, Karlsruhe sei nicht Stadt am Rhein, sondern liege an der Alb, wollten diese Workshop-Teilnehmer vertiefen, der Entwicklung an der Alb könnte im Stadtraum eine verbindende Rolle zukommen.

Beim „Bürgertisch“ (offene Diskussion ohne Team-Skizzen) waren Verbindungen vom Süden über die Südtangente und den Oberwald nach Norden oder auch ein Planungsszenario „Bevölkerungsstagnation“ Themen. -rie-

 
 

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