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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 14. März 2014

Verkehr: Helme können Lebensretter sein

ZEHN SCHWERE UNFÄLLE mit zehn Verletzten gab es im letzten Jahr an der Kreuzung Adenauerring/Reinhold-Frank-Straße/Moltkestraße Foto Fränkle

ZEHN SCHWERE UNFÄLLE mit zehn Verletzten gab es im letzten Jahr an der Kreuzung Adenauerring/Reinhold-Frank-Straße/Moltkestraße Foto Fränkle

 

Verkehrsunfallbilanz 2013: Bedauerliche Zuwächse in fast allen Bereichen

Im letzten Jahr gab es im Gebiet des neu geschaffenen Polizeipräsidiums Karlsruhe insgesamt 35.464 Verkehrsunfälle, und damit 1.588 mehr als im Vorjahr. "Sorge bereitet uns insbesondere der Anstieg der tödlich verletzten Verkehrsteilnehmer von 53 auf 62", erklärte der kommissarische Leiter des Polizeipräsidiums, Detlef Werner, am letzten Freitag, 7. März, bei der Vorstellung der Verkehrsunfallbilanz 2013.

Allein im Stadtgebiet Karlsruhe kamen im letzten Jahr zwölf Menschen ums Leben. Erfreulich dagegen sei der Rückgang von über sechs Prozent bei den schwer verletzten Personen, sowie der Rückgang der Unfälle mit motorisierten Zweiradfahrern. "Hier hat die Verkehrsüberwachung und Präventionsarbeit der Polizei in den vergangenen Jahren deutlich positive Wirkung gezeigt", kündigte Werner an, diese Anstrengungen fortzusetzen.

Besonderes Augenmerk will die Polizei zudem auf die Einhaltung der Gurt- und Sicherungspflicht für Kinder in Autos richten, da zum einen die Verkehrsunfälle an denen Kinder beteiligt waren, zurückgegangen sind, während gleichzeitig mehr Kinder als unangeschnallte Pkw-Insassen verunglückten.

"Die vorschriftsmäßige Sicherung unserer Kinder in Kraftfahrzeugen sollte eigentlich selbstverständlich sein", hofft Werner auf mehr Achtsamkeit der Eltern. Während bei den Kindern das Tragen von Helmen selbstverständlich geworden sei, sehe es mit dem Kopfschutz bei den Jugendlichen und Erwachsenen eher düster aus. "Helme können Lebensretter sein", appellierten Polizeidirektor Peter Roth und Polizeihauptkommissar Joachim Zwirner an alle Erwachsenen nicht nur wegen ihrer Vorbildfunktion sondern auch wegen ihres persönlichen Schutzes nie auf einen Helm  zu verzichten. Das Missachten von Vorfahrtsregeln führte zu 262 Unfällen im Stadtgebiet und war damit die häufigste Unfallursache in dieser Kategorie. Deutlich zugenommen haben die Unfälle mit Alkoholeinwirkung (61- Vorjahr 49) und  mit "überhöhter Geschwindigkeit". Hier gab es 138 (Vorjahr 126) Verunglückte bei 100 Unfällen (Vorjahr 89). Keinen Zusammenhang sieht Polizeihauptkommissar Zwirner zwischen der Baustellensituation in der Stadt und der Zunahme der Unfallzahlen. Vielmehr sei zu beobachten, dass die Konzentration und Achtsamkeit der Verkehrsteilnehmerin gerade in Bereichen mit Überwachung und Geschwindigkeitsbegrenzungen nachlasse und zu unangepasstem Verhalten führe. -fis-

 
 

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