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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 14. März 2014

Wohnen: Mietspiegel bewährt sich

Keine Mieterhöhungen / Transparenz wurde hergestellt

Den Erfahrungsbericht über die Einführung des Mietspiegels in Karlsruhe hat der Hauptausschuss ohne Aussprache gebilligt. Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup fand es "erfreulich, dass weder aus der Sicht von Mietern noch Vermietern Anwendungsprobleme bestehen und es nicht zu Mieterhöhungen gekommen ist".

Der Mietpreisspiegel 2013, heißt es in der Ausschussvorlage, werde von beiden Seiten zur Beurteilung von Mietpreisen heran gezogen. Vom Arbeitskreis Mietspiegel und städtischen Dienststellen erarbeitet, habe er sich als befriedendes Instrument erwiesen. Danach können Kriterien nun objektiv bewertet werden.

Für die Einstufung von Mietwerten ist mehr Transparenz entstanden. Da der Mietspiegel bereits im Vorfeld zur Klärung von Streitigkeiten beiträgt, sind auch teure Sachverständigengutachten seltener geworden. Festgestellt wurde bei der praktischen Anwendung, dass die Preisspannen des Spiegels oft unter dem Niveau von Vergleichswohnungen liegen, auf die sich normalerweise Mieterhöhungsbegehren stützen, der Spiegel also nicht preistreibend wirkt.

Auch die Volkswohnung bestätigte, dass der Großteil ihres Bestandes innerhalb dieser Spannen liege und diese das ortübliche Mietniveau realistisch abbilden. Einige wenige Verbesserungen - mehrheitlich initiiert von Vermieterseite - schlägt der Arbeitskreis vor. Sie betreffen unter anderem Lageeinstufungen von Häusern und Wohnungen durch den Gutachterausschuss. Für seine Leistungsempfänger untersucht das Sozialamt auf Grundlage des Spiegels, ob die Kosten von Unterkünften angemessen sind. Auch die Finanzämter stützen sich bei Fallprüfungen auf ihn.

Seit der Veröffentlichung der Mietspiegelbroschüre im März 2013 wurden bereits über 6.000 Exemplare verkauft. Gezeigt hat sich, dass das Interesse an objektiven Vergleichswerten für Wohnraum bei allen groß ist. -cal-

 
 

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