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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 21. März 2014

Gemeinderat: Gemeinschaftsschule für Waldstadt

DIE ERNST-REUTER-SCHULE wird zur zweizügigen Gesamtschule. Den Grundschulbereich übernimmt die Eichendorffschule.  Foto Fränkle

DIE ERNST-REUTER-SCHULE wird zur zweizügigen Gesamtschule. Den Grundschulbereich übernimmt die Eichendorffschule. Foto Fränkle

 

Neue Schulform an der "Ernst-Reuter"/ Alle Grundschüler zur Eichendorffschule / Musterbeispiel für kooperative Schulentwicklung

Die Schullandschaft in der Waldstadt wird ab dem Schuljahr 2015/2016 neu geordnet. Gegen die Stimmen der CDU-Fraktion beschloss der Gemeinderat an der Ernst-Reuter-Schule die vierte Gemeinschaftsschule in Karlsruhe einzurichten. Geschlossen stimmten die Ratsmitglieder für die Änderung des Schulbezirks der Eichendorff-Grundschule sowie die Auflösung der dortigen Werkrealschule zum Ende des Schuljahrs 2015/2016.

Als "Musterbeispiel für eine kooperative Schulentwicklung" stellte Bürgermeister Martin Lenz das Konzept vor, das die Schulleitungen der Eichendorff-Schule und der Ernst-Reuter-Schule in Abstimmung mit dem Bürgerverein Waldstadt erarbeit haben. Danach soll die Ernst-Reuter-Schule zum Schuljahr 2015/16 in eine zweizügige Gemeinschaftsschule für die Klassen fünf bis zehn als inklusive Ganztagsschule eingerichtet werden. Aufgehoben werden die dortige Grundschule zum Ende des Schuljahres 2017/18 und die Werkrealschule zum Schuljahr 2019/20. Die Ganztags- und Halbtagsgrundschule läuft ab 2015/16 dann ausschließlich an der Eichendorfschule, deren Werkrealschule mit Ende des Schuljahres 2019/20 aufgehoben wird.

"Ein überzeugendes Konzept, das dem Willen aller Beteiligten entspricht" signalisierte Dr. Christofer Leschinger von Seiten der Grünen ebenso Zustimmung wie Ute Müllerschön für die SPD-Fraktion Wichtig sei es nun, so Müllerschön, frühzeitig den Dialog mit den Eltern zu führen, um zu zeigen, dass "nichts übergestülpt" werde.

"Dies ist keine Schul-Rettungsaktion sondern eine Weiterentwicklung", sprach Karl-Heinz Jooß von einer guten Lösung für die Waldstadt, wobei auch die Länge der Schulwege noch zumutbar sei. "Wir werden auch in Zukunft Veränderungen dort mittragen, wo sie, so wie es hier ganz offensichtlich ist, gewollt werden", kündigte der KAL-Fraktionsvorsitzende Lüppo Cramer an. "Wenn die Schule es will, sollte der Gemeinderat keine Steine in den Weg legen" sprach sich Niko Fostiroupolos  (Linke) ebenso für das Vorhaben aus, wie Jürgen Wenzel (FW) und Eduardo Mossuto (GfK), der in der Veränderung des Schulangebotes etwas sah, das "die Waldstadt als innovativen Stadtteil auszeichnet."

"Wir haben in Grötzingen der Einrichtung der ersten Gemeinschaftsschule zugestimmt, lehnen aber die Gemeinschaftsschule als Regelschule ab, da die Zeit zu kurz war, um zu sehen, ob das Konzept auch funktioniert", begründete Johannes Krug die Ablehnung der CDU-Fraktion, weitere Gemeinschaftsschulen einzurichten. "Unserem demokratischen Verständnis entsprechend, akzeptieren wir aber den mehrheitlichen Beschluss zur Ernst-Reuter-Schule und stimmen den damit verbundenen Änderungen an der Eichendorffschule zu", begründete Krug das Abstimmungsverhalten der CDU. -fis-

 
 

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