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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 21. März 2014

Gemeinderat: Mediale Visitenkarte?

IM ZKM-SUBRAUM waren in den letzten Jahren trotz des Rohbauzustandes immer wieder Installationen zu sehen. Archivfoto: Fränkle

IM ZKM-SUBRAUM waren in den letzten Jahren trotz des Rohbauzustandes immer wieder Installationen zu sehen. Archivfoto: Fränkle

 

SPD fordert Nutzungskonzept für ZKM-Subraum im Kubus

Der blaue Kubus am Haupteingang des ZKM ist zweigeteilt. Im Obergeschoss beherbergt er das Studio des ZKM-Instituts für Musik und Akustik mit seiner hochwertigen Beschallungstechnik, im Erdgeschoss findet sich der sogenannte Subraum, aus Kostengründen im Rohzustand belassen. Dieses 580 Quadratmeter großen Raums mit offener Glasfassade, ohne Heizung und Infrastruktur, nahmen sich jetzt SPD-Stadträtin Elke Ernemann und ihre Fraktion an.

In seiner „gegenwärtigen Verfassung“ führe der Raum ein Schattendasein und sei für nichts so richtig geeignet - in Ernemanns Augen „ein Jammer“. Die Verwaltung solle deshalb mit der ZKM-Geschäftsführung ein Konzept entwickeln.

Das hat sie bereits. Zumindest ansatzweise. Denkbar wäre danach eine Zukunft des Subraums als Schaufenster, das die ZKM-Programminhalte als „mediale Visitenkarte“ nach außen spiegle, als „Außenstelle“ für künstlerische Installationen oder auch als Veranstaltungsraum für besondere Anlässe. Auch gehobene Gastronomie mit Bewirtung auf dem Vorplatz sei eine Option.

Die Karlsruher Liste hielt von „Edelgastronomie“ im Subraum nichts, stattdessen plädierte Dr. Eberhard Fischer für die „ursprüngliche Idee“ einer Präsentationsfläche für Kunst. Auch gelte es zu klären, wie sich das ZKM-Bistro im Foyer attraktiver machen lasse. Vieles sei denkbar, könnte sich Dr. Ute Leidig (Grüne) „auch eine Nutzung als Werkraum“ vorstellen. Einer Gourmetküche erteilte sie ebenfalls eine Absage, das „widerspricht dem Geist des Hauses.“

„Gut, dass der Kubus wieder im Bewusstsein ist“, wollte CDU-Stadtrat Dr. Klaus Heilgeist „bei allem, was wir tun“ jedoch das Land hinzugezogen wissen. „Wir sollten uns davor hüten, alle Wünsche reinzupacken“, warnte FDP-Stadträtin Rita Fromm, das hebe die Qualität nicht. „Skeptisch“ war GfK-Sprecher Eduardo Mossuto. Gibt es überhaupt einen Bedarf und wie steht es um die Finanzierung, lauteten seine Fragen. Und: „Lösungsvorschläge entwickeln ist nicht unsere Aufgabe“. -maf-

 
 

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