Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 21. März 2014

Kultur: Weiter an Qualität arbeiten

AUFLOCKERUNG: Das Konzept  Karl Ewald Schades die Kojenlandschaft der art mit luftigen Skulpturenplätzen zu versehen, sorgte inmitten des Trubels für Ruhe und stille Momente. Foto: Fränkle

AUFLOCKERUNG: Das Konzept Karl Ewald Schades die Kojenlandschaft der art mit luftigen Skulpturenplätzen zu versehen, sorgte inmitten des Trubels für Ruhe und stille Momente. Foto: Fränkle

GELÖSTE STIMMUNG: Trotz großen Andrangs empfinden Besucher die Atmosphäre in den hellen Messehallen als sehr angenehm. Foto: Fränkle

GELÖSTE STIMMUNG: Trotz großen Andrangs empfinden Besucher die Atmosphäre in den hellen Messehallen als sehr angenehm. Foto: Fränkle

 

Großer Publikumszuspruch bei elfter art Karlsruhe

Die art hat gepunktet. Nicht nur beim Publikum, sondern auch bei den Sammlern. Viele der roten Punkte für „Verkauft“ prangten schon am Eröffnungsabend an zahlreichen Kunstwerken - ganz zu schweigen von den guten Verkaufsergebnissen im weiteren Verlauf der viertägigen Messe für Klassische Moderne und Gegenwartskunst, die am vergangenen Sonntag zu Ende ging.

Mit 50.000 Besucherinnen und Besuchern wiederholte die elfte art den Erfolg der Jubiläumsedition im letzten Jahr und bewies, dass sie mit ihrer Platzierung in Karlsruhe „in unmittelbarer Nachbarschaft zu Frankreich und Schweiz und der Lage im Herzen des Sammlerlandes Baden-Württemberg ein echter Umsatz-Trumpf für unsere Galeristen ist“, bilanzierte Messechefin Britta Wirtz.

Über die „große Renaissance der Malerei" freute sich Messekurator Ewald Karl Schrade. Sowohl in den Kojen der 220 Aussteller aus 13 Ländern als auch beim Artima art meeting und in der Sonderschau der Sammlung Henri Nannen behauptete sich das traditionsreiche Medium glänzend neben Skulptur und Editionskunst. Und da passte es auch, dass die die Berliner Malerin Jessica Buhlmann den mit 15.000 Euro dotierten, von Land und Stadt gemeinsam verliehenen Preis der art Karlsruhe bekam.

Die von der Stuttgarter Galerie Anja Rumig in einer One-Artist-Show präsentierte Künstlerin stehe für eine „aufregend frische Position der neuen abstrakten Malerei“, heißt es im Jury-Statement, ihre Bilder überzeugten durch „das collagenhafte Zusammenspiel von polychromen Strukturen und monochromen scharfkantigen Flächen.“ Rund 40 Galerien feierten art-Premiere, darunter Reinhard Franz von der Berliner oca gallery. Die art sei „professionell geführt und kuratiert“, konstatierte dieser. Dabei versuche sie nicht „intellektuell unverdaulich ums Eck zu kommen wie manch andere Kunstmesse“.

Seinem Hauptstadtkollegen Klaus-Dieter Brennecke gefiel die Vielfalt der art, die davon lebe, „dass man Neues entdecken kann, gleichzeitig aber qualitative und etablierte Kunst findet“. Künstlerisches Neuland betritt regelmäßig rosalie Ihre überdimensionalen Lichtskulpturen "Chandalier" und "LightScapes" waren buchstäblich „Aufsehen“ erregend. Größer, höher, weiter? Nicht mit Ewald Karl Schrade. Er erteilte einer Ausweitung der art eine Absage: „Wir werden weiter an der Qualität arbeiten“, die Größe der Messe sei jedoch „optimal“.  -red-/ -maf-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe