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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 21. März 2014

Luftwaffenmusikkorps 2: Abschied aus Karlsruhe

AUFLÖSUNGSAPPELL: Letztmals musizierten die Soldatinnen und Soldaten des Luftwaffenmusikkorps 2 am Mittwoch miteinander. Ihre Einheit ist jetzt aufgelöst und damit die Bundeswehr nicht mehr in Karlsruhe präsent. Foto: Homberg

AUFLÖSUNGSAPPELL: Letztmals musizierten die Soldatinnen und Soldaten des Luftwaffenmusikkorps 2 am Mittwoch miteinander. Ihre Einheit ist jetzt aufgelöst und damit die Bundeswehr nicht mehr in Karlsruhe präsent. Foto: Homberg

 

Ende der Militärmusik mit Wehmut

Das Luftwaffenmusikkorps 2 Karlsruhe gehört endgültig der Geschichte an. Mit einem feierlichen Appell hat es der Kommandeur des Technischen Ausbildungszentrums der Luftwaffe, Oberst Peter Kraus, am Mittwoch, 19. März, offiziell außer Dienst gestellt. Kraus unterstehen alle Klangkörper der Luftwaffe.

Damit waren alle Bemühungen seitens der Stadt Karlsruhe, das Orchester als wichtigen Bestandteil der Kultur- und Musikszene in Karlsruhe und Umgebung zu erhalten, letztlich vergebens. OB Dr. Frank Mentrup bedauert in einem Schreiben an den Leiter, Major Martin Wehn, die Auflösung des Musikkorps und bedankt sich für das vielfältige soziale und kulturelle Engagement. Bürgermeister Martin Lenz überreichte Wehn zum Abschied eine Majolika-Keramik mit dem Karlsruher Rathaus.

Wehn wie die Musikerinnen und Musiker des Korps nahmen mit Wehmut Abschied von der Stadt, in der ihr Orchester nahezu sechs Jahrzehnte gewirkt hat. Für Wehn, der das Orchester genau vier Jahre lang leitete, waren dies „meine schönsten Jahre“, wie er bei der Feier betonte. Er übernimmt nun ein Musikkorps in Hannover. Die anderen Mitglieder werden als Musiker in alle Himmelsrichtungen zerstreut, manche wechseln ins Zivilleben oder gehen in Ruhestand.

Noch 2010 und 2011 hatte sich der damalige Oberbürgermeister Heinz Fenrich in Schreiben an den seinerzeitigen Verteidigungsminister Thomas de Maizière vehement für den Erhalt des Luftwaffenmusikkorps als letzte Karlsruher Bundeswehreinheit eingesetzt. Denn es sei Sympathieträger der Bundeswehr in der Öffentlichkeit. Zudem dienten die Musikerinnen und Musiker in vielen der über 100 Musikvereine in der Region als Dirigenten und Nachwuchsförderer oder als Lehrer in den Musikschulen. Dennoch fiel 2011 die Entscheidung für die jetzt erfolgte Auflösung. -erg-

 
 

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