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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 21. März 2014

Umwelt: Rheinkies und Eifelbims

UNBELIEBTES GEWÄCHS: Die amerikanische Traubenkirsche überwuchert alles, wie Naturführer Breunig berichtet. Foto: Homberg

UNBELIEBTES GEWÄCHS: Die amerikanische Traubenkirsche überwuchert alles, wie Naturführer Breunig berichtet. Foto: Homberg

 

Natura-2000-Kampagne 2014 zeigt den Südlichen Hardtwald

Wer in der Südlichen Hardt zwischen Karlsruhe und Muggensturm spazieren geht, bewegt sich auf dem ehemaligen Flussbett des Rheins, der nach der letzten Eiszeit vor rund 12.000 Jahren ein viel mächtigerer Strom war als heute. Die gesamten Alpen mitsamt dem Vorland und auch der Schwarzwald waren von einer dicken Gletscherschicht bedeckt. Als die Temperaturen wieder anstiegen, musste das Schmelzwasser über den breiten Rhein abtransportiert werden.

Dies lässt sich an Kieseln erkennen, die sich im Boden finden. Wer genau hinsieht, findet dort aber auch eine dünne Schicht Bimsstein, der von Vulkanausbrüchen in der Eifel kurz nach der Eiszeit stammt.

Der Botaniker und Landschaftskundler Thomas Breunig berichtete über die Naturgeschichte des Oberrheins und der Südlichen Hardt. Mit einer Führung durch die Landschaft zwischen Grünwinkel und Oberreut eröffnete er die Ausgabe 2014 der Kampagne „Natura 2000“. Das Amt Umwelt- und Arbeitsschutz hat in den zurückliegenden Jahren alle fünf verschiedenen Naturräume mit ihren Besonderheiten in und um Karlsruhe mit dieser Kampagne vorgestellt. Der letzte Raum ist nun das „grüne Band in den Süden“, der Hardtwald zwischen Karlsruhe und Muggensturm. Zum Stadtgeburtstag 2015 gibt es eine alle Naturräume zusammenfassende Kampagne.

Bevor die Gäste der ersten Veranstaltung mit Breunig in den Wald aufbrachen, begrüßte sie Bürgermeister Klaus Stapf und wies unter anderem darauf hin, dass in dem Gebiet seltene und geschützte Arten wie etwa der Heldbock, der Hirschkäfer oder bestimmte Fledermäuse zu finden sind. Aber, so ergänzte Breunig, auch Arten wie die amerikanische Traubenkirsche, die nicht so gerne gesehen wird, weil sie so dominant ist, dass sie alles überwuchert.

Bis in den November gibt es zahlreiche Führungen und Veranstaltungen, unter anderem auch mit dem Jugend- und Gemeinschaftszentrum Weiße Rose. Nähere Informationen über www.karlsruhe.de/umwelt, dort auf „Umweltaktionen“ klicken. -erg-

 
 

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