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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 28. März 2014

Gemeinderat: Stadt wartet Runden Tisch ab

 

Anträge zur Prostitution in Hauptausschuss verwiesen

In den Hauptausschuss verwies der Gemeinderat in jüngster Sitzung die Anträge von CDU und SPD zum Thema Prostitution in Karlsruhe. Die CDU hatte beantragt, die ausgewiesenen Sperrbezirke an die Entwicklungen in der Stadt anzupassen und die Einhaltung der Gebiete zu überwachen.

Aus Sicht der SPD müsse die gesamte Problematik in den Fokus genommen werden. Die Stadt solle ein Konzept entwickeln, das die Straßenprostitution eingrenze, Belästigungen vermindere und Hilfsangebote für betroffene Frauen verfolge. Die Anfrage der GfK zur detaillierten Situation im Rotlichtmilieu beantwortete die Verwaltung.
Auch die Verwaltung stelle sich die Frage, ob die geltenden Sperrbezirke noch aktuell seien. Allerdings wolle sie die Ergebnisse des verwaltungsinternen „Runden Tisches“ abwarten, bevor diese angepasst werden.

Die Arbeitsgruppe untersucht neben den Sperrbezirken weitere Inhalte zum Thema Prostitution in Karlsruhe und mögliche Lösungen. Laut CDU-Antrag haben sich verschiedene Schwerpunktbereiche der Straßenprostitution entwickelt. So etwa in der Stuttgarter Straße und Fautenbruchstraße sowie in der Fiduciastraße/Wachhausstraße.
„Die Sperrbezirke müssen dringend aktualisiert werden“, erklärte Sven Maier. Die Rechtsverordnung zu dieser Thematik wurde zuletzt 1988 geändert. Laut dem CDU-Stadtrat müsse das Problem für die betroffenen Bürgerinnen und Bürger schnell und effektiv gelöst werden. Man müsse handeln, so Maier.

Auch der Schutz der Prostituierten dürfe nicht vergessen werden, betonte Gisela Fischer (SPD). Hier stelle sich die Frage nach dem Ausbau der Hilfsangebote. „Es muss etwas geschehen“, unterstrich Friedemann Kalmbach (GfK). Eine Einrichtung wie den Runden Tisch unterstütze seine Fraktion, so Michael Borner (GRÜNE). „Wir brauchen in Karlsruhe ein Beratungsangebot“, fuhr Borner fort. Laut Tom Høyem (FDP) müsse man „mit allen Möglichkeiten die Ausgebeuteten unterstützen und Alternativen anbieten.“

„Die Ausweitung des Sperrbezirks erscheint uns zu kurz gegriffen“, unterstrich Margot Döring (KAL). „Kurzfristige Lösungen helfen auf Dauer nicht.“ Der Schutz der Kinder und Betroffenen sei wichtig, verdeutlichte Jürgen Wenzel (FW). Dafür „müssen alle Fachleute an einen Tisch“, so Wenzel. Laut Bürgermeister Jäger solle ein Gesamtkonzept am Runden Tisch beschlossen und im Hauptausschuss besprochen werden. -döp-

 
 

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