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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 28. März 2014

Gemeinderat: Starke Frauen braucht die Stadt

 

Mehr Frauen in der Führungsebene der Tochtergesellschaften

Frauen sind in der Führungsebene städtischer Tochtergesellschaften deutlich unterrepräsentiert. Das soll sich ändern. In Kooperation mit der Gleichstellungsbeauftragten entwickelt die Verwaltung auf Anregung der GRÜNE-Gemeinderatsfraktion ein Konzept zur Förderung von Frauen in Führungspositionen.

Einbezogen werden sollen neben Klinikum, Stadtwerken und Volkswohnung auch die Verkehrsbetriebe. Besonders frappierend sei die Situation am Städtischen Klinikum. Von 22 Chefarztposten seien lediglich zwei mit Frauen besetzt, kritisierte Dr. Ute Leidig, dabei existiere gerade dort ein Frauenförderplan und „starke Frauen braucht es überall“. Es tue sich etwas, sah CDU-Stadträtin Karin Wiedemann die Situation nicht allzu schwarz, immerhin sei der Frauenanteil in Führungspositionen bei der klassischen Stadtverwaltung von neun (2004) auf 31 Prozent gestiegen.

Ein Zuwachs, den auch FDP-Sprecherin Rita Fromm als „gewaltig“ bezeichnete. Immerhin sei die Stadt Karlsruhe in Sachen Frauenförderung in der Vergangenheit in vielerlei Hinsicht Vorreiterin gewesen. Dass sich im Klinikum kaum etwas tue, verwunderte auch SPD-Stadträtin Doris Baitinger. An einigen Stellen müsse man „tiefer graben, um die Ursachen aufzudecken“, warnte sie vor pauschalen Erklärungen. Da liege einiges im Argen, meinte Stadtrat Lüppo Cramer (Karlsruher Liste). Viele Frauen schreckten vor Führungsposition zurück, wollten sich das nicht antun. Die Frage sei, woran es liege, dass „sie diesen Schritt nicht machen“. -maf-

 
 

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