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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 28. März 2014

Kombilösung: Aufsichtsrat war bei Herrenknecht

SCHWANAU: Mitglieder des Kasig-Aufsichtsrats - hier Stadträtin Rita Fromm - sahen sich die Tunnelvortriebsmaschine an. Foto: Kasig

SCHWANAU: Mitglieder des Kasig-Aufsichtsrats - hier Stadträtin Rita Fromm - sahen sich die Tunnelvortriebsmaschine an. Foto: Kasig

 

Bauarbeiten kommen weiter gut voran

S-869 heißt sie, die Tunnelvortriebsmaschine, die sich ab Oktober rund neun Monate lang durch den Karlsruher Untergrund vom Durlacher zum Mühlburger Tor schälen wird. Aufsichtsrat und Geschäftsleitung der Karlsruher Schieneninfrastruktur Gesellschaft (Kasig) konnten sie kürzlich in Schwanau bei Lahr in Augenschein nehmen. Dort hat die Herrenknecht AG ihren Sitz, laut eigenen Angaben Weltmarktführer in der maschinellen Tunnelvortriebstechnik.

Wie die Kasig informiert, wird an der S-869 "bereits intensiv gearbeitet". So sei der Antrieb, der später das speziell für den Karlsruher Untergrund geeignete Schneiderad bewegt, schon montiert, ebenso drei Viertel der hinter dem Schild liegenden Überdruckkammer und die Abstützung für das Erdreich. In der Halle für Elektromontage entstehe zudem der Führerstand der gewaltigen Maschine, in dem später alle Daten zusammenlaufen und von dem aus der Vortriebsprozess gesteuert wird.

Auch wenn das Schneidrad der S-869 mit einem Durchmesser von 9,29 Meter nicht das größte je von Herrenknecht gebaute ist, hat das Karlsruher Projekt doch etwas Besonderes: "Der Tunnel liegt vor der Haustür und er ist in Baden", erklärte Dr. Martin Herrenknecht den Mitgliedern des Kasig-Auf¬sichtsrats seine spezielle Begeisterung für die S-869. Er gründete das 4 850 Mitarbeiter zählende Unternehmen 1977. Nach einem Probelauf in Schwanau soll die Tunnelvortriebsmaschine Ende Juli/Anfang August mit insgesamt 80 Transporten nach Karlsruhe geliefert werden. Am Durlacher Tor wird sie wieder zusammengesetzt.

Weiter informiert die Kasig, dass am Europaplatz der Einbau des Deckels der künftigen unterirdischen Haltestelle absehbar sei. In den Pfingstferien sollen die oberirdischen Gleise wieder dorthin verlegt werden, wo sie bis Baubeginn im Januar 2010 lagen. Im September schließlich soll die Haltestelle Europaplatz wieder zur Verfügung stehen - dann aber barrierefrei.

In der Kaiserstraße zwischen Lamm- und Ritterstraße können Fußgängerinnen und Fußgänger laut Kasig wahrscheinlich bis September nur den Steg entlang der nördlichen Gebäudefassaden benutzen. Denn in der Mitte der Straße werden Spundwände gezogen. Und nachdem an der Kreuzung Ettlinger Straße/Baumeisterstraße vergangene Woche eine Fliegerbombe entschärft wurde, beginnen dort nun die Schlitzwandarbeiten für die Haltestelle Kongresszentrum. -red-

 
 

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