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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 28. März 2014

Stadtjubiläum: Der spektakulärste Entwurf gewann

DER SIEGERENTWURF für den  Bürgerpavillon im Schlossgarten ist ein echter Hingucker und wird von sich reden machen.  Foto: Müller-Gmelin

DER SIEGERENTWURF für den Bürgerpavillon im Schlossgarten ist ein echter Hingucker und wird von sich reden machen. Foto: Müller-Gmelin

 

Ausstellung "Bürgerpavillon für das Stadtjubiläum" im Architekturschaufenster

„Es ist ein umstrittenes Gebäude“, erklärte Baubürgermeister Michael Obert bei der Eröffnung der Ausstellung „Bürgerpavillon für das Stadtjubiläum“ im Architekturschaufenster, „und das ist auch gut so, denn eines ist klar, wäre es nicht umstritten, dann wäre es langweilig.“

Ohnehin sei es „ein temporäres Gebäude und wer sich nicht damit anfreunden“ könne, dem sei gesagt, dass es nur bis Ende der Feierlichkeiten stehen werde, so Obert, dann ist der „Schlossgarten die nächsten hundert Jahre wieder ruhig“.

Neben dem Gewinner-Entwurf, einem „dynamisch transparenten Holzpavillon“ der Bietergemeinschaft J. Mayer H. architects und Rubner Holzbau GmbH können die Besucher der Ausstellung auch die fünf Entwürfe der engeren Wahl begutachten. Aus 25 Einsendungen musste die siebenköpfige Jury sechs Entwürfe auswählen. Die engere Auswahl brachte dann den Sieger-Pavillon, der während des Stadtjubiläums als Info-, Veranstaltungs- und Anlaufpunkt dient, hervor.

Wichtig war die Nachhaltigkeit des 1,2 Millionen Euro teuren Pavillons, erklärt Jurymitglied Stadtrat Eberhard Fischer. Auch das Gesamtkonzept sowie die Nutzungsmöglichkeiten wurden genau unter die Lupe genommen. „Es war nicht einfach. Wir haben viel diskutiert, Kleinigkeiten waren entscheidend.“

So war beim Entwurf „Unterm Dach“ die Nachhaltigkeit fraglich, da die Hocker, aus denen das Konstrukt bestand, weiterverkauft werden sollten. Die Witterungstauglichkeit des Vorhangsystems des Pohl Architekten-Entwurfs war bei diesem fraglich. „Eine sehr enge Entscheidung wurde es“, laut Fischer, zwischen dem Siegerobjekt und dem Entwurf von modulorbeat /Arnold AG – kaleidoscope. Der dreieckige Pavillion war allerdings nicht so herausstechend wie der Siegerentwurf, der in seiner kaskadierenden Dreidimensionalität überzeugte. „Letztlich hat der spektakulärste Entwurf gewonnen“, so Fischer. Schließlich feiere man auch nicht jedes Jahr ein solches Jubiläum. Noch bis Sonntag kann sich jeder in der Ausstellung eine eigene Meinung bilden. -mia-

 
 

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