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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 28. März 2014

Stadtplanung: Bürgerbeteiligung ohne Verdruss

 

Planungsausschuss: Räumliches Leitbild Karlsruhe/„Fahrplan“ für Höhenstadtteile

Zweimal ein volles Haus: Auf eine erfreulich hohe Resonanz sind die beiden öffentlichen Veranstaltungen zum „Räumlichen Leitbild Karlsruhe 2015“ gestoßen.

Zum Auftakt Ende Januar im Schloss machten sich weit über 200 Interessierte mit dem Thema und den interdisziplinären Planungsteams - mit dem Team Machleidt, Team West 8 und Team berchtoldkrass vertraut. Ein ähnlich großer Kreis war es Anfang  März, als es im Bürgerzentrum Südwerk darum ging,  zum Abschluss der Etappe 1 mit den Planungsteams erste Schwerpunkte für das Räumliche Leitbild 2015 weiterzuentwickeln. Im Planungsausschuss hatte Prof. Markus Neppl vom KIT-Fachgebiet Stadtquartiersplanung letzte Woche in nichtöffentlicher Sitzung unter Vorsitz von Bürgermeister Michael Obert über den bisherigen äußerst konstruktiven Prozess berichtet. Stadtplanungsamt und KIT führen diesen gemeinsam durch.

Den Stadträtinnen und Stadträten des Ausschusses komme, als Mitgliedern  im Begleitgremium, eine wichtige Rolle zu, betonte Stadtplanungsamtsleiterin Prof. Dr. Anke Karmann-Woessner. Denn dieses Gremium begleite insbesondere auch in den Werkstattgesprächen nach den öffentlichen Präsentationen die Arbeit der Planungsteams.
Der Beteiligungsprozess sei nicht „als Verschönerungsaktion“ angelegt, so Neppl. Es solle keine „Wunschzettel-Mentalität“ entstehen, denn „dies führt nur zur Verdrossenheit der Bürgerinnen und Bürger“. Die Fragestellung liege daher in der Zukunft, also: Begründen, wo weiterentwickelt werden sollte und wo nicht. Ein wichtiger Aspekt sei, dass nicht die Öffentlichkeit, sondern die Planungsteams unter Rückkoppelung mit dem Begleitgremium dafür verantwortlich seien, die Inhalte zu produzieren. Sie entwickeln ihre Konzepte unter Berücksichtigung der Anregungen, vorhandener Inhalte und Zwangspunkte -  um sie dann wieder  zur Diskussion zu stellen.

Im Südwerk findet auch die zweite Zwischenpräsentation statt (10. April,  ab 16.30 Uhr). Dann geht es darum, unter dem Motto "Testen, Entscheiden, Entwerfen" konkreter zu werden. Infos: www.karlsruhe.de (Räumliches Leitbild Karlsruhe).

Der städtebauliche Rahmenplan für Stupferich, Hohenwettersbach, Grünwettersbach und Palmbach sowie Bergwald und Wolfartsweier hat die Intention, das gemeinsame Verständnis und Handeln für die Höhenstadtteile zum Vorteil aller zu stärken. Im Januar hatte sich der Planungsausschuss mit den Ergebnissen des eineinhalbjährigen Beteiligungsprozesses befasst. Nach einer gemeinsamen Abschlussveranstaltung haben mittlerweile auch alle Ortschaftsräte sich mit den Ideen für ihren Stadtteil befasst.

Die jeweils einstimmigen Beschlüsse sind in ihrer Ausrichtung eindeutig, erfuhr der Ausschuss: Alle Räte haben sich einhellig für den erarbeiteten „Fahrplan“ ausgesprochen. Die zweigleisige Vorgehensweise - einen verbindenden Gesamtblick auf die Stadtteile und eine konkrete Betrachtung der Stärken und Schwächen der einzelnen Stadtteile - sei die richtige Herangehensweise für eine neu belebte Identität der Höhenstadtteile. Wichtig sei nun, dass „die Fahrt nicht zum Stillstand kommt“, lautete die Kernaussage in allen Ortschaftsräten - verbunden mit dem Appell an den Planungsausschuss, die Umsetzung des Rahmenplans zu begleiten. Denn alle Projekte seien mit Geld verbunden und damit sei irgendwann einmal die Zustimmung des Gemeinderats erforderlich. -rie-

 
 

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