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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 11. April 2014

Gemeinderat: Liebesschwüre sind unerwünscht

ZUM STADTGEBURTSTAG sollen acht Fächerstraßen (hier die Waldstraße) von einem goldgelben Strahl aus Majolika-Fiesen durchzogen sein Die nächsten Keramikquadrate kommen in die Waldhornstraße. Foto: Fränkle

ZUM STADTGEBURTSTAG sollen acht Fächerstraßen (hier die Waldstraße) von einem goldgelben Strahl aus Majolika-Fiesen durchzogen sein Die nächsten Keramikquadrate kommen in die Waldhornstraße. Foto: Fränkle

 

Plenum einigt sich auf Kriterien für Sonnenfächer / Strahl in der Waldhornstraße

Gegen sieben Neinstimmen hat der Gemeinderat am Dienstagabend einen weiteren Majolika-Strahl für einen Sonnenfächer beschlossen. Als Pendant zur Waldstraße sollen demnächst in die Waldhornstraße Keramikfliesen eingebaut und dem geplanten Strahlenfächer als weiteres Element hinzugefügt werden.

Die Idee, Karlsruhes Fächergrundriss im Steinpflaster der Fächerstraßen sichtbar zu machen, entstand in einem Bürgerbeteiligungsverfahren zum 300. Stadtgeburtstag. Bis 2015 sollen alle Fächerstraßen von einem sonnengelben Mittelstrahl aus gebrannten Fliesen durchzogen sein.

Die Räte folgten dem Anspruch der Verwaltung, die „Würde des öffentlichen Raums“ zu wahren und die von Bürgern für zwischen rund 200 und 600 Euro zu erwerbenden Fliesen nicht für Reklame, private Anzeigen, Liebeserklärungen oder andere persönliche Stellungnahmen zuzulassen. Laut Bürgermeister Michael Obert werde die Majolika Fliesenkäufer bei der Gestaltung ihrer Exemplare entsprechend der Vorgaben beraten.  Zudem solle auch Stabilität und Rutschfähigkeit des Materials verbessert werden.

Wie Dr. Albert Käuflein (CDU) und  Dr. Christofer Leschinger (GRÜNE) trugen auch Elke Ernemann (SPD), Jürgen Wenzel (FW) und Rita Fromm (FDP) den Kompromiss zwischen Gestaltungsvorgabe und bürgerschaftlicher Initiative mit. „Schluss damit“ meinten indessen Niko Fostiropoulos (Linke) und Dr. Eberhard Fischer (KAL).

Fischer sprach von einem „gescheiterten Experiment“. Wenn das Material durch LKW-Belastungen breche und ausgetauscht oder wegen Bauarbeiten ab- und wieder eingebaut werden müsse, werde der Steuerzahler zur Kasse gebeten. Fliesen ausschließlich in den Fußgängerabschnitten schlug Eduard Mossuto (GfK) vor. -Lä-

 
 

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