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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 11. April 2014

Planungsausschuss: Die Uferlandschaft entsteht

BAUSTELLENGEWIMMEL: An mehreren Stellen wird am Exotenhaus gearbeitet. Die frühere Schwimmhalle des Tullabads bietet auf mehreren Ebenen Lebensraum für Tiere am und im Wasser. Foto: Fränkle

BAUSTELLENGEWIMMEL: An mehreren Stellen wird am Exotenhaus gearbeitet. Die frühere Schwimmhalle des Tullabads bietet auf mehreren Ebenen Lebensraum für Tiere am und im Wasser. Foto: Fränkle

 

Exotenhaus nimmt Gestalt an/Elemente des Tullabads an vielen Stellen noch sichtbar

Es geht voran: Von der neuen Galerie aus schweift der Blick über die Schwimmhalle, nach rechts, wo frühere Tullabad-Besucher sich der Tribüne erinnern. An ihrem Fuß wird derzeit eine Grotte verschalt, die den Auftakt für den Felsenweg zur Galerie markiert.

Daneben werden die früheren Sammelumkleiden für bodenlebende Wasservögel vorbereitet. Geradeaus die kleine Schwimmhalle, in der später unter anderem das Sumpfkrokodil auf Beobachter wartet. Und links, an der Glasfront mit eingebrannten Linien zum Vögelflugschutz, musste der Sprungturm einem der beiden Aufzüge weichen. Denn wo immer es geht, sollen auch Familien mit Kinderwagen barrierefrei zu den Attraktionen der großen Uferlandschaft gelangen. Abstriche mussten dort gemacht werden, wo der Rundgang durch die große und kleine Schwimmhalle, durch Fledermaushöhle und entlang von Terrarien und Aquarien im Keller die großen Höhendifferenzen nur mit Stufen überwinden kann.

Umbau im Zeitplan

Zwar drohten Asbest- und Betonsanierung Zeit- und Kostenplan auszuhebeln, so Bürgermeister Michael Obert am Dienstag auf der Baustelle. Dank gutem Zusammenspiel von Stadt und Firmen und einiger Submissionsergebnisse unterhalb der Kalkulation konnten die Abweichungen aber bislang aufgefangen werden. Wenn das Tullabad mit keinen weiteren baulichen Überraschungen aufwartet, wenn die Pflanzen wuchswillig ihre Wurzeln in die Uferlandschaft stecken und die künftigen tierischen Bewohner im neuen Heim nicht unerwartet lange fremdeln - dann können Zoogäste im Spätfrühjahr 2015 das Schmuckstück zum 150-jährigen Zoo-Bestehen erstmals betreten. 1955 galt das Bad als höchst innovativ. Davon profitiere das städtische Amt Hochbau und Gebäudewirtschaft beim Umbau heute noch, erläuterte Angela Gotzmann. So sei das zweischalige Dach auch für die Lüftungstechnik des Exotenhauses von Vorteil.

Drei Bereiche nimmt das denkmalgeschützte Gebäude auf: Die Zoopädagogik mit Zugang über den alten Bad-Eingang,  die Gastronomie, die an die große Halle andockt und mit großer Scheibe abgetrennt ist. Und das eigentliche Exotenhaus, wo LIsztaffe und Saki, Flösselhecht und Kugelfisch oder auch Waran bis hin zu Blattschneiderameisen in Lebensgemeinschaften gezeigt werden. Frei nach dem Motto „Jedem Tierchen sein Pläsierchen“ achtet der Zoo darauf, dass sich alle Pfleglinge wohl fühlen. Wie das Faultier, das es tunlichst vermeidet, einen Fuß auf den Boden zu setzen, sein künstliches Astwerk bekommt, um ausschließlich kletternd von A nach B zu kommen. -rie-

 
 

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