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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 11. April 2014

Planungsausschuss: Planrecht für Stadion

Bebauungsplan Wildpark aufgestellt / Mehrere Verfahren notwendig für alle Belange

Mit Hochdruck bereiten die Projektgruppen zum Stadion im Wildpark alle wichtigen Aspekte für eine abschließende Entscheidung des neuen Gemeinderats im Herbst auf. Parallel dazu beschloss der Planungsausschuss in der vergangenen Woche einstimmig die Aufstellung eines Bebauungsplans „Fußballstation im Wildpark“.

Im Dezember 2013 hatte der Gemeinderat seine Standortentscheidung mit dem Auftrag an die Verwaltung verbunden, die Planungen für ein neues Fußballstadion im Wildpark bis Oktober zur Entscheidungsreife zu vertiefen. Alternativ dazu sollen Kosten, Chancen und Grenzen einer Generalsanierung aufgezeigt werden. Mit dem Karlsruher SC ist über Nutzung und Finanzierung zu verhandeln.

 „Heute geht es nicht um die Entscheidung zwischen Generalsanierung und Neubau“, hatte Bürgermeister Michael Obert eingangs betont. Aber: „Für beide Varianten ist ein Bebauungsplan erforderlich“, so Stadtplanungsamtsleiterin Prof. Dr. Anke Karmann-Woessner. Dabei sei das Areal so groß umfasst, dass alle Belange abgedeckt werden können. Die knapp 31 Hektar beziehen Flächen für das Stadion sowie angrenzende Nutzungen und Erschließungsflächen ein sowie einen Teil der Friedrichstaler Allee und der Birkenparkplatz.

Waldfläche betroffen

An ihrer Zustimmung ließen die Stadträtinnen und Stadträte keinen Zweifel. Weil „dieser planerische Schritt die Konsequenz aus dem Grundsatzbeschluss ist“, wie dies SPD-Stadtrat Michael Zeh oder CDU-Stadtrat Detlef Hofmann begründeten - oder weil es „heute ganz banal nur um einen Bebauungsplan und nicht um die Entscheidung über das Wie geht“, wie KAL-Stadtrat Lüppo Cramer ausführte. Möglichst früh soll es eine Bürgerversammlung geben. Karmann-Woessner informierte, dass zunächst noch ein Masterplan Erkenntnisse über räumlich-funktionale Zuordnungen liefern soll - auch unter Berücksichtigung eines Mobilitätskonzepts oder Sicherheitsfragen. Wenn auch die erste Beteiligungsrunde mit Behörden durch ist, sei ein guter Zeitpunkt, die Öffentlichkeit einbeziehen, da dann schon mehr als nur eine abstrakte Beschreibung vorliege.

Das bauplanerische Ziel muss auf verschiedenen Ebenen betrachtet werden. So muss die Stadt neben dem Bebauungsplanverfahren beim Nachbarschaftsverband die Änderung des Flächennutzungsplans beantragen, da Waldflächen - etwa der als Wald ausgewiesene Birkenparkplatz oder Teile der Friedrichstaler Allee - betroffen sind.  Zudem ist eine Waldumwandlungsgenehmigung erforderlich. Zu berücksichtigen ist weiter, dass die Friedrichstaler Allee Bestandteil des FFH-Gebiets Hardtwalds ist. -rie-

 
 

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