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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 18. April 2014

Gemeinderat: In Hagsfeld Spielräume nutzen

NICHT IN GEFAHR sieht die Stadtverwaltung den Landschaftspark Hagsfeld. Die GRÜNE-Fraktion äußerte sich besorgt. Foto: Fränkle

NICHT IN GEFAHR sieht die Stadtverwaltung den Landschaftspark Hagsfeld. Die GRÜNE-Fraktion äußerte sich besorgt. Foto: Fränkle

 

Die Stadtverwaltung sieht derzeit keinen dringend Handlungsbedarf beim Landschaftspark Hagsfeld und beim ehemaligen Pfizer-Areal. Die GRÜNE-Fraktion hatten zur letzten Gemeinderatssitzung eine Stellungnahme dazu beantragt, welche Spielräume auf dem Gelände zum Erhalt des Parks bestehen und welche Schadenersatzansprüche durch den Investor entstehen könnten, falls entgegen dem nach wie vor gültigen Bebauungsplan aus den 1960er Jahren ein neuer Plan aufgestellt würde.

Der Planungsausschuss hat bereits vor acht Jahren einen Aufstellungsbeschuss gefasst, demzufolge das Gebiet zusammen mit dem Investor entwickelt werden sollte. Dies ist aber nicht weiterverfolgt worden. Jetzt hat der Grundstückseigentümer einen Bauabtrag nach dem alten Bebauungsplan gestellt. Der Ausschuss, so das Anliegen der Grünen, soll sich noch einmal mit den im Beschluss verfolgten Zielen befassen und dabei die Vereinbarkeit der Gewerbeentwicklung mit dem angrenzenden Wohngebiet sowie mit Grün- und Naherholungsflächen berücksichtigen. Spielräume sollten genutzt werden.

Das Gelände sei Gewerbegebiet, der Eigentümer besitze Baurecht, räumte GRÜNE-Sprecherin Bettina Lisbach ein. Der Bau sollte aber so verträglich wie möglich erfolgen. Derzeit wolle der Investor auch nur eine eingeschossige Halle bauen, das sei in Ordnung. Aber er habe nach gültigem Plan die Möglichkeit, später einen Riegel zu errichten. Falls dies beantragt und dann abgelehnt würde, könnten daraus Ersatzansprüche entstehen.

OB Dr. Frank Mentrup beruhigte mit dem Hinweis, die Regeln von heute gälten, trotz des Bebauungsplans aus den 1960ern. Der Landschaftspark sei nicht gefährdet. -erg-

 
 

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