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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 18. April 2014

Gemeinderat: Testphase soll Klarheit bringen

KEIN EINGRIFF INS STADTBILD: Auf Beschluss des Gemeinderats erfolgt die Ausschreibung der Abluftanlage für den Straßentunnel Kriegsstraße ohne den ursprünglich am Karlstor geplanten Kamin. Foto: Fränkle

KEIN EINGRIFF INS STADTBILD: Auf Beschluss des Gemeinderats erfolgt die Ausschreibung der Abluftanlage für den Straßentunnel Kriegsstraße ohne den ursprünglich am Karlstor geplanten Kamin. Foto: Fränkle

 

Ausschreibung der Abluftanlage für Straßentunnel Kriegsstraße erfolgt ohne Kamin

Der Bau des Autotunnels der Kombilösung unter der Kriegsstraße soll zunächst ohne den Abluftkamin an der Karlstraße beim Bundesgerichtshof erfolgen. Der ursprünglich zur Absaugung der Abgase aus dem Tunnel geplante Kamin bleibt allerletzte Option.

Die Ausschreibung der Abluftanlage für den Straßentunnel erfolgt ohne ihn. Nach Inbetriebnahme des Tunnels soll eine einjährige Testphase mit Messungen Klarheit darüber bringen, ob vollständige Installation der Portalluftabsaugung und Bau des 20 Meter hohen Kamins am Karlstor zum Einhalten der Immissionsgrenzwerte tatsächlich erforderlich sind.

Parallel dazu untersucht  eine Arbeitsgruppe aus KASIG und städtischen Ämtern, ob eine Beschichtung von Fahrbahn und Wänden mit Titandioxid zum Abbau von Stickoxiden im Tunnel beitragen kann. Diesem vom Bürgermeisteramt vorgeschlagenen Vorgehen stimmte der Gemeinderat auf seiner jüngsten Plenarsitzung bei drei Gegenstimmen von Die Linke und FW mit deutlicher Mehrheit zu.

OB Dr. Frank Mentrup, der nach Protesten aus der Bevölkerung gegen den im Bebauungsplan vorgesehenen Ablufttunnel eine Arbeitsgruppe mit der Suche nach Alternativen beauftragt hatte, betonte vor dem Plenum, dass der KASIG-Aufsichtsrat nochmals sämtliche sechs aufgezeigten Möglichkeiten der Schadstoffreduzierung untersuche.

„Kein Mensch will den Kamin“, dankte CDU-Stadtrat Sven Maier „für die Prüfung vielfältiger Möglichkeiten“ und hoffte „auf technischen Fortschritt in der Zeit der Tests“.  GRÜNE-Sprecherin Bettina Lisbach signalisierte die Zustimmung ihrer Fraktion zum vorgeschlagenen Weg und forderte „eine vertiefende Diskussion in den Ausschüssen“.  Für SPD-Fraktionschefin Doris Baitinger war klar: „Aus einer fortschrittlichen Stadt wie Karlsruhe kommt eine Lösung, die den Kamin erspart“.

Die könnte „ein Modellvorhaben für andere Städte sein“, meinte FDP-Stadträtin Rita Fromm. „Wir sind auf die Einhaltung der Richtwerte angewiesen“, brachte KAL-Stadtrat Dr. Eberhard Fischer dabei auch eine Signalanlage ins Spiel. Ablehnung kam hingegen von FW-Stadtrat Jürgen Wenzel („Am Ende steht der Kamin“) und von Linke-Stadtrat Niko Fostiropoulos, der unterirdische Lösungen „grundsätzlich für falsch“ hielt. -trö-

 
 

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