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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 18. April 2014

Kultur: Plädoyer für politisches Theater

 

Peter Spuhler: In Karlsruhe ist noch viel möglich / Wechsel an Opernspitze

Mit einem Direktor, „der anders ist“ krempelt Generalintendant Peter Spuhler sein Team für kommende Spielzeiten kräftig um. Für die Spitze seines Opernteams sei er in Moskau am Bolschoitheater fündig geworden.

Michael Fichtenholz, der Bernd Feuchtner ablöst, sei ein ausgewiesener Stimmenfachmann mit großer Leidenschaft für Händel und dem die Ausbildung junger Menschen am Herzen liege, sagte Spuhler. Fichtenholz werde auch die künstlerische Leitung der Internationalen Händelfestspiele Karlsruhe übernehmen.

Ihm zur Seite steht Carsten Jenß als neuer Dramaturg der Oper. Jenß wechselt aus der Position des stellvertretenden Operndirektors vom Staatstheater Mainz nach Karlsruhe. Für den musikalischen Ton in der Sparte sind zudem Spuhlers bisheriger persönlicher Referent Achim Sieben als stellvertretender Operndirektor ab der Spielzeit 2014/15 und Musikdramaturg Raphael Rösler verantwortlich.

Der Theaterchef bekannte sich ausdrücklich auch zum Volkstheater als Bürgerbühne. Theater sei für ihn kein Elfenbeinturm. Er wolle gesellschaftlich und politisch engagiertes Theater, sagte Spuhler und begründet unter anderem mit dieser Positionierung den jüngsten Publikumszuspruch. Die 300 000-Zuschauermarke sei überschritten und damit ein wesentliches Ziel erreicht.

Viel mehr sei mit Blick auf die Personaldecke kaum machbar. Jetzt gehe es um Steigerung der Qualität und Sicherung der absoluten Besucherzahlen - auch wenn letzteres nicht der „Kernwert“ von Theaterarbeit sein, stelle der Intendant fest und meinte: „Noch ist nicht ausgereizt, was in Karlsruhe möglich ist“. -Lä-

 
 

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