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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 25. April 2014

Geschichte: Auf Schlachtfeldern und beim „K“

PLAKAT ZUM LUFTANGRIFF: Uwe Konrath (KASIG), Pfarrer Dirk Keller (Stadtkirche) und der noch amtierende evangelische Dekan Otto Vogel (von links) machen auf das Mohnfeld aufmerksam. Foto: Fränkle

PLAKAT ZUM LUFTANGRIFF: Uwe Konrath (KASIG), Pfarrer Dirk Keller (Stadtkirche) und der noch amtierende evangelische Dekan Otto Vogel (von links) machen auf das Mohnfeld aufmerksam. Foto: Fränkle

 

Mohnfeld Beitrag der evangelischen Kirche und der KASIG zu Europäischen Kulturtagen

Am Fronleichnamstag 1916, dem 22. Juni, haben französische Flugzeuge zwischen 15 Uhr und 16 Uhr einen Luftangriff auf Karlsruhe geflogen. Ziel war der vermeintliche Hauptbahnhof, der allerdings bereits drei Jahre zuvor von der Innenstadt an der Kriegsstraße zu seinem auch noch heutigen Standort umgezogen war. Die Bomben trafen das nahe gelegene Zelt des Circus’ Hagenbeck, der gerade eine Familienvorstellung zeigte. Dabei sind 120 Menschen umgekommen, darunter 71 Kinder.

Ein Transparent am Kombilösungs-Informationszentrum „K“ erinnert an diese Katastrophe und zieht zugleich die Verbindung in die Gegenwart. Zu sehen ist die Schattensilhouette des Platzes zwischen Staatstheater und Volkswohnung. Darüber fliegen vier Doppeldecker den Angriff. Am unteren Rand des Bildes blühen Mohnblumen. Mohn wächst auf den Schlachtfeldern des Stellungskriegs zwischen 1914 und 1918, etwa beim belgischen Ypern. In Großbritannien ist Mohn bis heute Symbol für das grausame Geschehen im Ersten Weltkrieg.

Hinter dem Plakat hat die Karlsruher Schienen-Infrastrukturgesell­schaft (KASIG) ein Feld zur Verfügung gestellt. Dort wächst Mohn, der bis zum Sommer, zu den Europäischen Kulturtagen (EKT), blühen wird. Thema der EKT 2014 ist das Gedenken an den Beginn des Ersten Weltkrieges und dessen Nachwirkungen bis heute.

Eingesät haben das Feld Mitglieder der evangelischen Kirche, unterstützt vom Gartenbauamt. Die KASIG und die evangelische Stadtkirche setzen damit die Kooperation fort, die sie mit der Illustration des Bauzauns am Marktplatz begonnen haben. Als Beitrag der evangelischen Kirche zu den EKT veranstaltet die Kirchengemeinde im Mai und Juni eine Reihe mit Ausstellung. Und am 22. Juni gibt es am Ettlinger Tor einen Gedenkgottesdienst. -erg-

 
 

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