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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 25. April 2014

Stadion: Deutlicher Wille zur Realisierung

DIE STADION-TOUR führte nach  Sinsheim (Bild) und in die Mainzer Coface-Arena. Foto: Fischer

DIE STADION-TOUR führte nach Sinsheim (Bild) und in die Mainzer Coface-Arena. Foto: Fischer

IN MAINZ wurden OB Dr. Mentrup und KSC-Präsident Wellenreuther von FSV-Präsident Strutz begrüßt (v.l.). Foto: Fischer

IN MAINZ wurden OB Dr. Mentrup und KSC-Präsident Wellenreuther von FSV-Präsident Strutz begrüßt (v.l.). Foto: Fischer

 

Großes Interesse an Exkursion nach Mainz und Sinsheim / Multifunktionales Stadion für Karlsruhe

„Die Entscheidung für einen Stadionneubau hat uns in jeder Hinsicht weitergebracht", begrüßte Harald Strutz, Präsident des 1. FSV Mainz, am Dienstag, 22. April, die Delegation aus Karlsruhe mit OB Dr. Frank Mentrup an der Spitze und KSC-Präsident Ingo Wellenreuther in der Coface-Arena in Mainz.

Im Vorfeld habe man „sehr viel von anderen Projekten gelernt" und gebe die eigenen Erfahrungen auch gerne weiter, bot Strutz den Vertretern der Gemeinderatsfraktionen, des KSC, der Supporters und von Fanprojekten, der Verwaltung, Polizei und Feuerwehr einen weitergehenden Austausch an. Im Juli 2011 wurde das für 34.000 Zuschauer konzipierte Stadion nach zwei Jahren Bauzeit eröffnet. Bauherr und Betreiber ist die städtische Grundstücksverwaltungsgesellschaft (GVG), Pächter Mainz 05.

"Wichtige Infrastruktureinrichtung in der Stadt"

GVG-Prokurist Ferdinand Graffé sieht das "multifunktionale Stadion", das mit Grunderwerb und Planung 60 Millionen Euro kostete, als wichtige Infrastruktureinrichtung in der Stadt. Der Business-Club, in dem außerhalb des Spielbetriebs 300 bis 400 Veranstaltungen pro Jahr stattfinden, sei als "Infobörse des Mittelstands" ein zentraler Bestandteil des Gesamtkonzepts.

Zur Finanzierung der Arena habe die GVG 32 Millionen Euro an Krediten aufgenommen, den Rest steuerten Stadt, Land und Verein bei. Die Jahrespacht, je nach Ligazugehörigkeit zwischen zwei und drei Millionen Euro, sei "auskömmlich" und damit eine EU-Notifizierung nicht notwendig.

Die Delegation informierte sich intensiv auch über Sicherheitsfragen - zu Einrichtungen für Notarzt, Brandwache, Fluchtwege, den Gästebereich bis hin zur Polizeistation. Ein anderer Schwerpunkt waren Personenleit-, Parkplatzsystem, Zuschauerränge und Logen. Ein weiterer Bereich umfasste Baustil, Baukosten, Medienzentrum, Mannschafts- und Schiedsrichterräume.

 Mehr als nur Fußball

 "Die Exkursion hat sich rundum gelohnt", zog OB Mentrup Bilanz. "Wir konnten detaillierte Eindrücke gewinnen, die sicher in die weiteren Überlegungen Eingang finden werden". Beeindruckend sei vor allem das erfolgreiche Konzept der multifunktionalen Nutzung. Das große Interesse an der Exkursion in den Osterferien wertete der OB als deutliches Zeichen: "Die Teilnehmer aus den unterschiedlichen Gruppen haben damit gezeigt, dass sie aktiv an der politischen Entscheidung teilnehmen und das Projekt zum Erfolg führen wollen."

Bereits auf dem Weg nach Mainz absolvierte die Gruppe eine Führung durch die 2009 eröffnete Rhein-Neckar-Arena (Zuschauerkapazität 30.164) in Sinsheim,  die vor allem Einblicke in den Businessbereich und die Mannschaftsversorgung bot. Bereiche, die sich im Angebot als auch in der Qualität der Mainzer Arenau unterscheiden.

Auf Erfahrungen anderer zurückgreifen

"Wir haben gesehen, wie Schwerpunkte gesetzt wurden, viele Hinweise bekommen, welche Fehler vermieden werden können. Jetzt müssen wir sehen, welche Erkenntnisse daraus für Karlsruhe zu ziehen sind",  sah auch KSC-Präsident Ingo Wellenreuther die Exkursion als sehr hilfreich an. Darüber sei erneut deutlich geworden, wie wichtig es sei, auf Erfahrungen aus der Entwicklung und Umsetzung von Stadionprojekten zurückzugreifen. -fis-/-bw-

 
 

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