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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 2. Mai 2014

Kultur: Konfrontation mit finsteren Zeiten

MAHNFIGUR GEGEN DEN KRIEG: Im Palaisgarten macht der Greif auf die Ausstellung „Der Krieg daheim“ aufmerksam. Foto: Müller-Gmelin

MAHNFIGUR GEGEN DEN KRIEG: Im Palaisgarten macht der Greif auf die Ausstellung „Der Krieg daheim“ aufmerksam. Foto: Müller-Gmelin

 

„Erster Weltkrieg“: Auftakt der Europäischen Kulturtage im Badischen Staatstheater

Mit einer Feier im Badischen Staatstheater ab 19 Uhr beginnen am 7. Mai die 22. Europäischen Kulturtage Karlsruhe. Bis zum 25. Mai widmen sich mehr als 100 Veranstaltungen verschiedener lokaler kultureller Sparten und Kulturinstitutionen dem Thema „2014 - 1014 / Frieden + Krieg“.

Bei der Eröffnung des von der Stadt Karlsruhe und dem Staatstheater veranstalteten Festivals sprechen Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup, der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Dr. Voßkuhle, sowie Staatssekretär Jürgen Walter. Zum Auftakt des Abends berichten außerdem 100 Karlsruher Bürger in Szenen eines Volkstheaterprojekts von eigenen Geschichten und Konflikten.

Gegen 21.30 Uhr wird im Mittleren Foyer des Theaters die Ausstellung „Mit Herz und Hand fürs Vaterland“ eröffnet. Der Beitrag des Badischen Landesmuseums zeigt unter anderem in Baden produzierte Propagandakeramik.

Zu den zentralen Festivalbeiträgen der Stadt zählt eine Sonderausstellung in der Städtischen Galerie. Die Schau „Krieg, Gewalt, Verletzlichkeit“ thematisiert Macht und Ohnmacht des Menschen und ist ab 9. Mai zu sehen.

Kriege und Not

Zu diesem Themenkreis, der nicht nur die verheerenden Kriege des 20. Jahrhunderts, sondern auch Erfahrungen der Schutzlosigkeit, der Zerbrechlichkeit und existenziellen Not des Menschen einschließt, befinden sich zahlreiche Kunstwerke von 16. bis 21. Jahrhundert in der Sammlung des städtischen Museums. Ausgestellt werden Arbeiten von fast 30 Künstlern, darunter auch Erwin Spuhlers erschütterndes Bild für das sinnlose Morden im Zweiten Weltkrieg „Als das Feuer vom Himmel fiel“.

Eine Doppelausstellung der stadthistorischen Museen „Der Krieg daheim“ ist ebenfalls ab 9. Mai im Stadtmuseum im Prinz-Max-Palais sowie ab 10. Mai im Durlacher Pfinzgaumuseum geöffnet. In Tagebuchaufzeichnungen, Fotografien und Objekten, berichten die Ausstellungen über die verheerenden Luftangriffe französischer Einheiten oder über Kindheit und Jugendzeit im Krieg von 1914 bis 1918. Im Gedok-Künstlerinnenforum geht eine Ausstellung zeitgenössischer Künstlerinnen ab 9. Mai den Auswirkungen des Ersten Weltkrieges auf die Stellung, Aufgaben und Rechte der Frauen nach.

Alle Beiträge zu den Kulturtagen sind in einem kostenlosen 216 Seiten starken Programmbuch und in einem Prospekt nachzulesen. -Lä-

 
 

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