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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 16. Mai 2014

19. Deutscher Präventionstag: Viele Angebote für Bürger

METERWEISE INFORMATIONEN: Die Stadt informierte über ihre Beratungsangebote und Projekte an einem Gemeinschaftsstand. Foto: Fränkle

METERWEISE INFORMATIONEN: Die Stadt informierte über ihre Beratungsangebote und Projekte an einem Gemeinschaftsstand. Foto: Fränkle

 

Ratgeber zu Cybermobbing / Opfer- und Trauma-Ambulanz

Unmittelbar nach seinem Amtsantritt musste Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup zwei Entscheidungen fällen: Ob die östliche Kaiserstraße vorübergehend für den Straßenbahnverkehr gesperrt wird und ob 2014 der 19. Deutsche Präventionstag in Karlsruhe stattfinden soll.

In Sachen Kaiserstraße hat er sich zehn Tage Bedenkzeit erbeten, beim Präventionstag sofort zugesagt. Und das war auch gut so, denn sowohl Veranstalter als auch Gastgeber werteten Kongress und Sonderveranstaltungen als vollen Erfolg.

Dabei war von Anfang an klar, so OB Mentrup, dass "wir in Karlsruhe die Bevölkerung einbeziehen wollen" - und zwar stärker als bislang üblich. Deshalb richtete sich der Präventionstag am 12. und 13. Mai nicht nur an Fachpublikum, sondern auch an - Bürgerinnen und Bürger. Sie konnten das erste Karlsruher Forum für Cybersicherheit besuchen, sich an einem großen Gemeinschaftsstand in der Schwarzwaldhalle über Prävention in Stadt- und Landkreis Karlsruhe informieren und auch Kindergärten und Schulen waren eingeladen.

Die Stadtverwaltung war an dem Gemeinschaftsstand mit vielen Dienststellen vertreten, die im Bereich Prävention tätig sind. Darunter Kommunaler Ordnungsdienst und Sozial- und Jugendbehörde. Denn Prävention ist für die Stadt ein wichtiges Thema. Und auch Dr. Wiebke Steffen, wissenschaftliche Beraterin des Präventionstags, appelliert in ihrem Gutachten für den 19. Deutschen Präventionstag: "Wegen der angespannten Haushaltslage vieler Kommunen ist eine finanzielle Unterstützung dringend geboten." Denn auf lokaler Ebene solle das Konzept der Kriminalprävention flächendeckend umgesetzt und weiterentwickelt werden.

Zwei der vielen Akteure im Bereich Präventionsarbeit aus Karlsruhe, die sich beim Präventionstag mit Info-Ständen vorstellten, sind das Bün­dnis gegen Cybermobbing und die Behandlungsinitiative Opferschutz (BIOS BW). Das Bündnis gegen Cybermobbing berät nicht nur Bildungseinrichtungen und Medien, sondern bietet auf seinen Internetseiten auch einen Ratgeber zum Thema Cybermobbing für Schüler, Eltern und Lehrer. Und BIOS bietet seit 2010 eine Akutversorgung für traumatisierte Opfer von Gewalt- und Sexualstraftaten. Außerdem schützt die Initiative potentielle Opfer, indem sie sich für die Behandlung von Tatgeneigten und von abgeurteilten Straftätern einsetzt. Laut Klaus Michael Böhm, Erster Vorsitzender, will sie darüber hinaus noch dieses Jahr unter Schirmherrschaft der Stadt Karlsruhe eine Opfer- und Trauma-Ambu­lanz einrichten. -res-

 
 

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