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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 16. Mai 2014

Jugend: Fachleute wollen Schule neu denken

 

Jugendarbeit verändert sich. Wieder einmal. Der Stadtjugendausschuss (StJA) muss sich künftig als neuer Kooperationspartner von Ganztagsschulen behaupten. Schülerinnen und Schüler sind dort bis spätnachmittags gebunden. Damit sie offene Angebote des Vereins auch nutzen können, müssen die Programme in den Kinder- und Jugendtreffs, auf Aktivspielplätzen und bei mobilen Spielaktionen umorganisiert, Zeiten nach hinten verschoben werden.

Wie sich das alles auswirkt, erläuterte StJA-Geschäftsführerin Elisabeth Peitzmeier kürzlich vor dem Jugendhilfeausschuss unter Vorsitz von Bürgermeister Martin Lenz.

Jugendarbeit stelle sich permanent auf gesellschaftliche Veränderungen und Lebenswelten von Jugendlichen ein. Jetzt aber habe man es mit einem gewaltigen Umbruch zu tun. Die Ganztagsschule solle zu einem „lebendigen Lern- und Lebensort werden“, so Peitzmeier. Ziel sei ganzheitliche Bildung mit Kopf, Herz und Hand. Der Stadtjugendausschuss diene dabei als „Scharnier“ zu Einrichtungen, Jugendverbänden und Institutionen. „Es sind ziemlich dicke Bretter, die wir da bohren“, machte Peitzmeier deutlich, dass veränderte Rahmenbedingungen neue Arbeitsbereiche und Strukturen nach sich zögen. Es brauche multiprofessionelle Teams, „um Schule gemeinsam neu zu denken“, so die Fachfrau.

Die Bedeutung des Stadtjugendausschusses als „Anwalt der Kinder und Jugendlichen“ unterstrich SPD-Stadträtin Yvette Melchien. Den Kindern bleibe kaum Freizeit und kaum Zeit für ein Ehrenamt, teilte Dr. Christofer Leschinger (GRÜNE) die Befürchtung des Vereins, aber auch seiner Kolleginnen Margot Döring (KAL) und Gabriele Luczak-Schwarz (CDU). Ein solches Engagement drohe angesichts der Umstände zu kurz zu kommen, müsse jedoch eingefordert werden. -maf-

 
 

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