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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 23. Mai 2014

Abfallwirtschaft: Fabrik will Altpapier verarbeiten

AUS ALTPAPIER IN HOHER QUALITÄT, wie es bei Vereinssammlungen anfällt, kann die Papierfabrik in Maxau weißes Neupapier herstellen. Foto: Homberg

AUS ALTPAPIER IN HOHER QUALITÄT, wie es bei Vereinssammlungen anfällt, kann die Papierfabrik in Maxau weißes Neupapier herstellen. Foto: Homberg

 

In der Papiersammlung engagierte Vereine besuchten StoraEnso

Das Gute liegt oft nahe: Die Karlsruher Papierfabrik Stora Enso möchte gerne mehr Altpapier aus der Region zur Herstellung neuen Papiers verarbeiten.

Dies sagte Stora-Enso-Mitarbeiter Michael Weinmann, als er jüngst Vertreterinnen und Vertreter von Vereinen, die in Karlsruhe Altpapier sammeln, durch das Werk führte, das rund 450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Sie waren auf Einladung von Stora Enso und des Amtes für Abfallwirtschaft (AfA) in die Anlage am Rhein gekommen.
Der heimische Papierkreislauf schont die Umwelt und erhält Arbeitsplätze am Ort. 

Die Qualität, die die Vereine und Institutionen bei ihren Straßen- und Container-Sammlungen erzielen, ist laut Stora Enso für die Verarbeitung zu hochwertigen Neuprodukten geeignet, nicht jedoch das Papier, das aus der in Karlsruhe bislang noch üblichen Wertstofftonne stammt. Papier aus Papiertonnen hingegen wäre geeignet. Die Fabrik stellt weißes Papier her, das sie unter anderem an Zeitungsdruckereien liefert. Aus dem Mischpapier, das sich in der Wertstofftonne befindet, können nur Kartonagen gefertigt werden, die sich aber nicht in der Angebotspalette des Maxauer Stora-Enso-Werkes befinden.

Die beiden Papiermaschinen des Werkes stellen jeden Tag in einer Breite von mehr als sieben Metern Papierbahnen her, die jeweils die Strecke von Karlsruhe nach Helsinki abdecken würden. Eine der beiden Maschinen wird rein mit Altpapier gefüttert, während bei der anderen noch Frischholz zugesetzt wird. Das zu verarbeitende Altpapier kann entweder sofort wieder in den Produktionsprozess eingebracht werden. Oder es muss, bei etwas geringerer Qualität, zunächst im so genannten De-Inking-Verfahren von der Druckfarbe befreit werden.

Michael Weinmann und AfA-Leiter Stefan Kaufmann lobten die Vereine für ihren Einsatz und ermunterten sie, in ihrem Engagement nicht nachzulassen. Die Vereinsvertreter waren von dem Werk beeindruckt. Sie werden auch nach der Einführung einer reinen Papiertonne weiter sammeln und durch entsprechende Werbemaßnahmen auf sich und ihr Anliegen aufmerksam machen. Kaufmann ist zuversichtlich, dass dann bei den Vereinssammlungen nicht weniger Altpapier anfallen wird als bisher. -erg-

 
 

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