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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 23. Mai 2014

Gemeinderat: Badestelle auf Probe

NATURVERTRÄGLICHES BADEN: Das illegale, bislang tolerierte Baden am Baggersee Grötzingen soll probeweise in erlaubtes Baden im überschaubaren Rahmen und mit klaren Regeln übergeführt werden.  Foto: Fränkle

NATURVERTRÄGLICHES BADEN: Das illegale, bislang tolerierte Baden am Baggersee Grötzingen soll probeweise in erlaubtes Baden im überschaubaren Rahmen und mit klaren Regeln übergeführt werden. Foto: Fränkle

 

Bis Mitte September darf im Grötzinger Baggersee gebadet werden

Am Grötzinger Baggersee wird im Südostbereich für die umliegende Bevölkerung ab 1. Juli eine Badestelle eingerichtet. Das Baden ist zunächst nur probeweise bis Mitte September erlaubt.

An der vorhandenen Liegewiese werden hierzu Schilder aufgestellt, im Wasser markieren Bojen oder eine Leine die erlaubte Zone, die 50 Meter vom Ufer entfernt endet. Gleichzeitig soll gegen den illegalen Badebetrieb an anderen Stellen und gegen negative Begleiterscheinungen wie Grillen, Lagerfeuer; Zelten oder laute Musik konsequent eingeschritten werden. Einstimmig befürwortete der Gemeinderat am Dienstag den von der Verwaltung in den letzten zwölf Monaten unter Federführung der Ortsverwaltung Grötzingen mit Fachstellen bei Stadt und Regierungspräsidium sowie Vereinen und Verbänden ausgearbeiteten Probebetrieb.

Die Badestelle soll keine Besucher aus der Region anlocken. Daher sollen auch nur wenige Parkplätze angeboten werden. Das illegale Parken wird nachhaltig verhindert. Die Frage, ob in Grötzingen das Baden dauerhaft erlaubt werden kann, hängt von Gutachten zur Wasserqualität, zum Natur- und Artenschutz sowie zum Umfang der Verkehrssicherungspflicht ab, die noch nicht vollständig vorliegen, sowie von den Erfahrungen aus dem Probebetrieb. Damit der See nicht zu einem regionalen Badeerlebnis wird, „werden wir die naturnahe Badestelle rigoros steuern“, so OB Dr. Frank Mentrup, „die Leute sollten zu Fuß oder mit dem Rad kommen, aber nicht mit dem Auto und großem Gepäck vorfahren.“ Abfalleimer und zwei Toiletten werden aufgestellt, der DLRG-Ortsverband Grötzingen ist bereit, in den Hauptnutzungszeiten vor Ort zu sein. Der Kommunale Ordnungsdienst wird ein Auge auf den Badebetrieb haben und illegale Nutzungen unterbinden.

Mit dem Experiment erklärten sich alle Parteien in Wortbeiträgen von Johannes Honné (GRÜNE), Ute Müllerschön (SPD), Luczak-Schwarz (CDU), Dr. Eberhard Fischer (KAL) und Jürgen Wenzel (FW) einverstanden, auch FDP-Stadtrat Thomas Hock, deren Partei den Wunsch aus der Grötzinger Bevölkerung per Antrag unterstützt hatte. Wichtig sei, dass das Experiment nicht weiter geführt werde, wenn es aus dem Ruder läuft.  -rie-

 
 

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