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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 23. Mai 2014

Gemeinderat: Zeichen für Frieden setzen

 

Beitritt Karlsruhes zur Initiative "Bürgermeister für den Frieden"

Mehrheitlich beschloss der Gemeinderat bei drei Enthaltungen gegen die CDU den Beitritt Karlsruhes zur Initiative "Bürgermeister für den Frieden".

Gegründet wurde sie 1982 auf Betreiben der Städte Hiroshima und Nagasaki "in der Überzeugung, dass sich die Katastrophe der Atombombe niemals wiederholen darf".  Ziel sei, durch enge Solidarität der Städte untereinander eine kernwaffenfreie und friedliche Welt zu schaffen. Der Initiative gehören weltweit 5912 Städte an, in Deutschland  411, darunter auch Mannheim und Stuttgart.  

OB Mentrup  sah den Beitritt zu einem "weltweit aktiven Netzwerk der kommunalen Familie", der von vielen zivilgesellschaftlichen Organisationen gewünscht werde als Akt der Friedenssicherung, Die werde immer mehr zur Aufgabe der großen Städte und nehme im Grundgesetz eine eigene Dimension ein.  

Gabriele Luczak-Schwarz (CDU) hielt dagegen, dass Außenpolitik nicht Sache der Kommunen sondern des Bundes sei und der OB sich auf Aufgaben konzentrieren solle, wo "wir etwas bewegen können". Wie Dr. Ute Leidig (GRÜNE) stimmten die anderen Fraktionen jedoch "sehr gerne zu". Frieden sei nicht gegeben, sondern müsse stets erarbeitet werden. "Wir wollen dass sich die Geschichte nicht wiederholt",  bekräftigte Doris Baitiger (SPD), unterstützt von Jürgen Wenzel (FW). Karlsruhe sei seit den 1990er-Jahren atomwaffenfreie Zone und zudem habe mit Edward Teller einer der Väter der Bombe hier studiert.  Lüppo Cramer (KAL) wünschte sich zudem den Beitritt der Partnerstädte. Kriege träfen sehr wohl Städte, es gelte Zeichen zu setzen, wenn sich wieder Atommächte gegenüber stehen, argumentierte Niko Fostiropoulos (Die Linke). -cal-

 
 

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